Was ist der Flexibilitätszuschlag?

Definition

Der Flexibilitätszuschlag wurde mit dem EEG 2014 eingeführt und löste für Biogasanlagen, die ab dem 01.08.2014 errichtet wurden, die Flexibilitätsprämie ab, die weiterhin für ältere Bestandsanlagen gilt. Der Flexibilitätszuschlag ist ein Investitionsanreiz in den Zubau von flexiblen Kraftwerkskapazitäten, die eine bedarfsorientierte Stromproduktion ermöglichen.

Für wen gilt der Flexibilitätszuschlag?

Der Flexibilitätszuschlag nach §50a EEG 2021 kann von allen Betreibern von Biogas- und Biomethananlagen in Anspruch genommen werden, die nach dem 1. August 2014 ihre Anlagen in Betrieb genommen haben und deren installierte Leistung 100 kW übersteigt. Dabei ist es egal, ob der anzulegende Wert gesetzlich oder durch Ausschreibung ermittelt wurde.

Mit dem EEG 2021 wurde der Flexibilitätszuschlag erhöht: Statt 40 EUR beträgt er nun jährlich 65 EUR je kW installierter Leistung. Die Laufzeit des Flexibilitätszuschlags ist dabei weiterhin auf 20 Jahre festgelegt.

Wurde der Flexibilitätszuschlag im EEG 2017 noch allen Biogasanlagen zugesagt, die erfolgreich an einer Ausschreibung teilnehmen, schränkt das EEG 2021 den Anspruch ein: Danach sollen Betreiber, die bereits eine Flexprämie in Anspruch genommen haben, für diesen Leistungsanteil keinen Flexibilitätszuschlag mehr erhalten. Branchenverbände sehen darin eine rückwirkende und damit verfassungswidrige Förderkürzung und fordern eine Änderung des EEG.

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