Was ist der Flexibilitätszuschlag?

Definition

Mit der Einführung des Flexibilitätszuschlags änderte sich für Betreiber von Biogasanlagen im Zuge der EEG-Novellierung 2014 vieles. Der Flexibilitätszuschlag löste für Neuanlagen ab dem 01.08.2014 die Flexibilitätsprämie ab, die weiterhin für Bestandsanlagen gilt. Mit dem Instrument eines Flexibilitätszuschlags soll den energiepolitischen Anforderungen, dass Neuanlagen im Biogassektor künftig flexibel und somit nachfrageorientiert Strom produzieren sollen, entsprochen werden. Es geht also – kurz gesagt – um den Zubau von flexiblen Kraftwerkskapazitäten im Biogassektor.

Für wen gilt der Flexibilitätszuschlag?

Der Flexibilitätszuschlag nach §53 Absatz 1 EEG 2014 kann von allen Betreibern von Biogas- und Biomethananlagen in Anspruch genommen werden, die nach dem 1. August 2014 ihre Anlagen in Betrieb genommen haben und deren installierte Leistung 100 kW übersteigt. Dieser Flexibilitätszuschlag beträgt jährlich 40 EUR je kW installierter Leistung. Die Laufzeit des Flexibilitätszuschlags ist auf 20 Jahre festgelegt.

Im zum 1. Januar 2017 in Kraft getretenen EEG 2017 bleibt der Flexibilitätszuschlag in §50a unverändert erhalten. Der Zuschlag wird nach § 50a Absatz 1 und 2 an alle Biogasanlagen mit mehr als 100 kW installierter Leistung, egal ob der anzulegende Wert gesetzlich oder durch Ausschreibung ermittelt wurde, ausgezahlt.