Sicherheit für Zusatzerlöse

Nicht immer steht die Biogasanlage an erster Stelle. Für viele Betriebe in Deutschland liegt der Fokus noch immer auf der landwirtschaftlichen Produktion. Die Biogasanlage auf dem eigenen Hof ist eine eher nachgelagerte Produktionsstätte, die für zusätzliche Erlöse sorgt. Wie etwa auch auf dem Rischenhof in Uthlede nur wenige Kilometer südlich von Bremerhaven, der mit seinen 850 Kühen schon zu den größeren milchwirtschaftlichen Betrieben Deutschlands gezählt werden kann.

Biogasanlage BHKW Betreiber Milchproduktion Biogasanlage BHKW Betreiber Milchproduktion „Für uns kommt die Milchproduktion an erster Stelle. Aber wir haben schnell gemerkt, dass wir mit einer Biogasanlage lukrative Mehrerlöse erzielen können. Bei unseren großen Güllemengen, die im täglichen Betrieb anfallen, ist es aus ökonomischer und ökologischer Sicht eine konsequente Entscheidung, eine Biogasanlage zu betreiben“, hält Michael Rabe, Anlagenleiter der Rischenhof Energie KG fest. Und in der Tat ist die Diskussion über Tank oder Teller in diesem Betrieb hinfällig: die Strom- und Wärmeproduktion basiert fast ausschließlich auf der Gülle der Milchkühe plus geringer Mengen an Futterresten und Stallmist. Die Betreiber sind froh darüber, die Anlage ohne wertvollen Silomais betreiben zu können, der somit ausschließlich der Milchproduktion dient. Die Biogasanlage neben dem Milchviehstall versorgt sowohl ein BHKW direkt vor Ort als auch ein Satelliten-BHKW, das in 500 Meter Luftlinie am alten Hof der Betreiberfamilie steht. In einem zukünftigen Schritt wird die Anlage noch um zwei weitere BHKWs ergänzt, so dass eine Stromproduktion von bis zu 1.030 kW in Spitzenzeiten (Regelbetrieb) möglich sein wird, wobei die gesamt produzierte Strommenge pro Jahr nicht ansteigen wird.

Momentan erzielt die Anlage Mehrerlöse in der Direktvermarktung im Marktprämienmodell. Geplant ist zudem auch eine Teilnahme am Regelenergiemarkt. Die dafür notwendigen Schritte sind bereits in die Wege geleitet. Jetzt gilt es den Präqualifikationsprozess zu durchlaufen und die Anlage beim Übertragungsnetzbetreiber anzumelden. „In dieser Umstellungsphase ist einiges zu organisieren, insbesondere muss unsere Anlage mit einer Fernwirkeinrichtung ausgestattet werden“, bemerkt Rabe. „Aber uns steht mit Next Kraftwerke ein kompetenter Partner für diesen Prozess zu Seite.“ Dieses Vertrauen ist ein wichtiger Faktor für Rabe und den Betreiber Claus Luerßen. „Wir sind auf Empfehlung an das Kölner Unternehmen herangetreten und waren überzeugt vom guten persönlichen Kontakt und den kulanten Geschäftsbedingungen, etwa wenn es um die Übernahme von Ausgleichsenergiekosten geht. Gerade im Falle von etwaigen Störungen, bei denen es nicht immer abzusehen ist, wie lange es bis zur Behebung dauert, ist es gut zu wissen, dass der Vermarkter Verständnis zeigt“, erläutert Rabe.

Fleißig wird am Rischenhof und in Uthlede bereits am nächsten Ausbauschritt gearbeitet: „Wir sind gerade dabei, die Wärme unseres Satelliten-BHKW in ein Nahwärmenetz einzuspeisen. „Dadurch werden örtliche, kommunale Einrichtungen, wie z.B. Kindergarten, Turnhalle, Schule etc., ein Hotel, verschiedene Büros und Privathaushalte mit Wärme versorgt“, fasst Rabe die Marschroute für die nähere Zukunft zusammen. „Wenn die Nahwärmeversorgung zuverlässig läuft, werden wir uns über eine weitere Flexibilisierung unserer Biogasanlage Gedanken machen. Wir haben mit Next Kraftwerke einen guten Partner an unserer Seite, der uns eine langfristigen Planungssicherheit bietet“, resümiert er. Eine Sicherheit, von der alle Beteiligten profitieren.