Biogas: Mehr Flexibilität erhöht Wirtschaftlichkeit


Veröffentlicht am 12. Juli 2016

Flexible Biogasanlage Fermenter Virtuelles Kraftwerk Flexible Biogasanlage Fermenter Virtuelles Kraftwerk Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie „OptFlex Biogas“ unterstützt Next Kraftwerke Biogasanlagenbetreiber bei der Flexibilisierung ihrer Anlage mit dem neuen Beratungsprodukt „Flex Service“.

Die nachträgliche Optimierung einer flexibel fahrenden Biogasanlage verbessert die Gesamteffizienz signifikant und verringert die relativen Treibhausgasemissionen. Zu diesem Ergebnis sind das Deutsche Biomasseforschungszentrum GmbH (DBFZ) und die Next Kraftwerke GmbH im Rahmen der Studie „OptFlex Biogas“ gekommen.

Sie waren gemeinsam der Fragestellung nachgegangen, wie aus Sicht des Betreibers einer Bestandsbiogasanlage nachträglich eine optimale Betriebs- und Vermarktungsstrategie realisiert werden könne. Hierin liegen enorme Chancen für Betreiber von Biogasanlagen. Denn die Bedeutung von Stromlieferanten, die in der Lage sind, auf Strompreisschwankungen flexibel zu reagieren, wird über die nächsten Jahre weiter zunehmen, so die Marktexperten von Next Kraftwerke. Durch den zügigen Ausbau von fluktuierenden Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkraft verliert die Grundlast an Wert. Gleichzeitig wird zukünftig immer mehr Spitzenlast bedient werden müssen. Biogas ist als erneuerbare, dezentrale und speicherfähige Technologie prädestiniert, diese Rolle des Spitzenlastdienstleisters auszufüllen.

Das EEG 2014 fördert den Zubau von flexiblen Biogaskapazitäten an Bestandsanlagen mit einer finanziellen Zulage, der Flexibilitätsprämie bzw. dem Flexibilitätszuschlag. Betreibern ist aber häufig nicht klar, welches Flexibilitätspotenzial in ihrer Anlage steckt und wie sie dieses am kostengünstigsten heben können. Mit dem Flex Service bietet Next Kraftwerke nun ein Beratungspaket, das den gesamten Flexibilisierungsprozess begleitet. Dazu gehört etwa die Erstellung eines Flexibilitätsgutachtens, in dem die Anlage und ihr Potenzial für eine Flexibilisierung analysiert werden, aber auch die Antragstellung bei der betreffenden Behörde und dem Verteilnetzbetreiber, etwa wenn erweiterte Bundesimmissionsschutzgesetz- oder Baugenehmigungen erforderlich sind. Die Ingenieure von Next Kraftwerke begleiten außerdem gemeinsam mit den beauftragten Fachfirmen die technische Umsetzung der Flexibilisierung und kontrollieren ihren Erfolg, indem sie die Erlöse im flexiblen Betrieb mit den Erwartungen abgleichen.

Tobias Romberg, Flexibilitätsexperte für Biogasanlagen bei Next Kraftwerke: „Biogasanlagen sind komplexe technische Einheiten. Außerdem gibt es verschiedene Strommärkte, an die die Fahrweise einer Anlage angepasst werden kann. Die Flexibilisierungsmöglichkeiten einer Biogasanlage sind dementsprechend vielfältig: Soll die installierte Leistung erhöht, der Gasspeicher ausgebaut oder ein Wärmepuffer eingebaut werden? Für Anlagenbetreiber ist es oft schwer zu überblicken, welche Option sich am meisten lohnt und welche Fahrweise für die Anlage die sinnvollste ist. Mit dem Flex Service gehen wir dieses Problem an, indem wir Betreibern eine umfassende Beratung bieten, die alle Faktoren rund um den Flexibilisierungsprozess miteinbezieht.“

Um Biogasanlagenbetreibern einen unverbindlichen Einblick in die Thematik der Flexibilisierung ihrer Anlage zu geben, hat Next Kraftwerke mit dem „Flexheft“ eine umfangreiche Broschüre rund um die Flexibilisierung von Biogasanlagen erstellt. Diese kann unter https://www.next-kraftwerke.de/virtuelles-kraftwerk-next-pool/biogas kostenlos bestellt werden.

Weitere Informationen zur Studie „OptFlex Biogas“

Weitere Informationen zur Studie "OptFlex Biogas" finden Sie auf den Seiten des Förderprogramms "Energetische Biomassenutzung":

Kontakt

Next Kraftwerke GmbH | Jan Aengenvoort | Tel. +49 221 820085 850 | aengenvoort[at]next-kraftwerke.de | www.next-kraftwerke.de
Fotocredit: Next Kraftwerke / Jennifer Braun Photographie

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Next Kraftwerke betreibt als digitaler Versorger eines der größten Virtuellen Kraftwerke in Europa. Im Next Pool sind rund 6800 dezentrale Stromerzeuger und -verbraucher über eine Plattform vernetzt und somit über das eigens entwickelte Leitsystem steuerbar. Mit einer vernetzten Erzeugungsleistung von mehr als 5900 Megawatt trägt Next Kraftwerke zum Ausgleich von Frequenzschwankungen im Netz bei. Zusätzlich optimiert das Kölner Unternehmen Stromproduktion und -verbrauch der vernetzten Kunden anhand von Preissignalen und handelt über den eigenen 24/7-Stromhandel deren Strom an verschiedenen europäischen Börsen (z.B. EPEX und EEX).