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Was ist die verpflichtende Fernsteuerbarkeit von EEG-Anlagen?

Definition

Zur weiteren Systemintegration von Erneuerbaren Energien Anlagen, legt das EEG 2014 eine verpflichtende Fernsteuerbarkeit von allen Anlagen in der Direktvermarktung fest. Diese gilt für alle Energieträger der Erneuerbaren Energien. Mit dieser Maßnahme möchte der Gesetzgeber der Gefahr negativer Börsenpreise durch eine hohe Einspeisung volatiler Energieträger entgegenwirken. Nach welchem Verfahren die Fernsteuerbarkeit nachgewiesen werden muss, wird noch von der Bundesnetzagentur festgelegt. Nach §35 des EEG 2014 und §36 des EEG 2014 kann festgehalten werden, dass Anlagen über eine Fernwirktechnik verfügen müssen, mit der die Produktionsleistung der Anlage reduziert werden kann. Zudem muss dem Direktvermarkter die Befugnis eingeräumt werden, jederzeit die Ist-Einspeisung abzurufen und die Einspeiseleistung für eine bedarfsgerechtere Einspeisung entsprechend zu reduzieren.

Seit wann gilt es die verpflichtende Fernsteuerung?

  • Bei Bestandsanlagen musste dies bis zum 1. April 2015 erfolgt sein, um die Marktprämie weiterhin in Anspruch nehmen zu können.
  • Alle Neuanlagen in der Direktvermarktung, die nach dem 1. August 2014 in Betrieb genommen werden, müssen zu Beginn des zweiten Monats nach Inbetriebnahme eine Fernsteuerbarkeit nachweisen.

Mit dem EEG 2017 haben sich keine Änderungen bei verpflichtenden Fernsteuerung von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien ergeben.

Fernsteuerbarkeit frühzeitig angehen

Es empfiehlt sich die Herstellung der Fernsteuerbarkeit frühzeitig anzugehen, um nicht durch Engpässe bei Lieferanten und Installateuren zu riskieren, dass eine fristgerechte Umsetzung nicht erfolgen kann. Aufgrund der existierenden Wechselfristen zwischen Direktvermarktung und fixer Einspeisevergütung kann es im ungünstigsten Fall sonst zu einem Vergütungsstopp kommen.

Hinzu kommt noch, dass der Strom aus Neuanlagen mit einer installierten Leistung über 500 kW seit dem EEG 2014 direktvermarket werden muss. Ab dem 1. Januar 2016 werden auch Neuanlagen mit einer installierten Leistung ab 100 kW zur Direktvermarktung verpflichtet (EEG 2014, §37). Diese Anlagen müssen also ab dem zweiten Betriebsmonat fernsteuerbar sein und haben nicht die Option in die fixe Einspeisevergütung zu wechseln. Die verpflichtende Direktvermarktung gilt jedoch nicht für Bestandsanlagen. (EEG 2014, §100, Absatz 1, Nr. 6).

Mit der verpflichtenden Fernsteuerbarkeit von allen EE-Anlagen entfällt auch der ehemalige Fernsteuerbonus. Dieser ist nun in die Marktprämie integriert.

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