Strom für Gewerbe und Industrie
Gewerbestrom
im Zeitzonentarif
Variabler Gewerbestrom
Regelenergie
(Demand Response)



Stromhandel
bei Next Kraftwerke
Individuallösungen



Wie funktioniert das Virtuelle Kraftwerk?

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Next Box

Die Next Box ist unsere selbstentwickelte Steuerungseinheit, die die einzelnen Anlagen mit unserem Leitsystem verbindet. Sie erfüllt alle technologischen und Sicherheitsvoraussetzungen der Übertragungsnetzbetreiber, um an den Regelenergiemärkten teilnehmen zu können (Transmission Code).

Damit ist die Next Box das Bindeglied des Next Pools. Sie bündelt die Einzelanlagen im Next Pool und sorgt dafür, dass sie alle zentral steuerbar sind wie ein einziges Kraftwerk. So eröffnet sie auch die Option, Erzeugungsanlagen und Stromverbraucher strompreisorientiert und damit gewinnoptimiert einzusetzen.

Technische Eigenschaften der Next Box

  1. Die Verbindung funktioniert bidirektional
    • Die Next Box sendet Informationen über die Fahrweise der Stromerzeuger und Stromverbraucher an das Leitsystem.
    • Das Leitsystem kann über die Next Box die Erzeuger und Verbraucher hoch- oder runterfahren.
  2. Die Datenkommunikation läuft über eine GPRS-Verbindung, die mit einer SIM-Karte hergestellt wird.
    • Alle Daten der Stromerzeuger und Stromverbraucher werden in der Next Box direkt verschlüsselt.
    • Die SIM-Karte im Modem der Next Box muss sich authentifizieren, damit sie der geschlossenen Benutzergruppe beitreten kann, die Daten an unser Leitsystem senden darf. Das Leitsystem führt die Authentifizierung durch und erlaubt nur unseren Next Box-SIM-Karten diesen Zugang.
    • Unsere SIM-Karten haben keinen Internetzugang, was die Datenübertragung noch sicherer macht.
    • Erst in unserem Leitsystem werden die Daten wieder entschlüsselt.

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Flexible Stromerzeuger

Zu den flexiblen Stromerzeugern gehören Biogasanlagen, Wasserkraftanlagen, Blockheizkraftwerke (BHKW) bzw. Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) und andere flexible Kraftwerke. Sie alle haben gemeinsam, dass sie ihre Leistung nach Bedarf anpassen können und dabei nicht von externen Faktoren wie Wind oder Sonne abhängig sind.

Durch ihre flexible Steuerbarkeit können sie Regelenergie bereitstellen, also auf Geheiß der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) ihre Leistung netzdienlich drosseln oder hochfahren. Sie können aber auch strompreisorientiert fahren, also bei hohen Börsenpreisen viel Strom produzieren und bei niedrigen Börsenpreisen wenig oder gar keinen Strom erzeugen. Mit unserem Leitsystem können wir den optimalen Fahrplan für jede Anlage berechnen und die Einzelanlagen dementsprechend steuern, damit unsere Anlagenbetreiber das Beste aus ihrer Anlage herausholen können.

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Volatile Stromerzeuger

Zu den volatilen Stromerzeugern gehören Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Sie sind in ihrer Stromproduktion abhängig von Wind und Sonne und können darum ihre Leistung nicht völlig nach Bedarf anpassen. Sie können aber natürlich herunterfahren, wenn die Preise an der Strombörse extrem negativ sind.

Wie viel Strom Solar- und Windkraftanlagen einspeisen werden, lässt sich langfristig nicht planen – die Einspeiseprognosen werden aber immer akkurater, je näher der Lieferzeitpunkt rückt. Gerade durch die Direktvermarktung von Solar- und Windstrom an der Strombörse ist die Prognosegüte in den letzten Jahren enorm gestiegen.

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Strombörse

Es gibt verschiedene Großhandelsplätze, an denen wir den Strom aus den vernetzten Anlagen verkaufen bzw. den Strom für die verbundenen Stromverbraucher einkaufen. Die wichtigsten Marktplätze sind:

Die Märkte unterscheiden sich insbesondere in ihren Fristigkeiten und Produktlaufzeiten. Auf dem Terminmarkt werden langfristige Stromlieferungsverträge geschlossen, die bis zu mehreren Jahren in die Zukunft reichen können. Auf den Day-Ahead-Märkten wird der Strom für den darauffolgenden Tag gehandelt und am Intraday-Markt wird noch während des laufenden Tages bis 30 Minuten vor Lieferung gehandelt.

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Notstromaggregate

Notstromaggregate (auch: Netzersatzanlagen) versorgen eine Liegenschaft mit Strom, wenn das öffentliche Stromnetz ausfällt. Sie sind oft an Krankenhäuser, Industrieanlagen oder Verwaltungsgebäude angeschlossen, kommen aber in der Regel sehr selten zum Einsatz, weil das deutsche Stromnetz sehr zuverlässig ist. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 9.000 Notstromaggregate.

In der Regel müssen Notstromaggregate aus dem Stand heraus ihre volle Leistung bereitstellen können. Damit sind sie ideal für die Bereitstellung von positiver Regelenergie: Ist im Netz zu wenig Strom vorhanden, um die Nachfrage zu decken, können Notstromaggregate angeworfen werden und damit die Netzfrequenz stabilisieren. Der tatsächliche Effekt in diesem Fall ist folgender: Das Notstromaggregat springt an und versorgt das angeschlossene Krankenhaus mit Strom. Das Krankenhaus muss dann keinen Strom mehr aus dem Netz beziehen; die Stromnachfrage im Netz sinkt also – und passt sich dem niedrigen Stromangebot an. So betrachtet ist der Einsatz von Notstromaggregaten für die Regelenergie ein Fall von Demand Side Management (DSM), also der flexiblen Anpassung der Nachfrageseite auf das Stromangebot.

Der Einsatz von (oftmals mit Diesel betriebenen) Notstromaggregaten zur Netzfrequenzstabilisierung ist auch unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit vertretbar. Denn Abrufe von Regelenergie können als Wartungsläufe deklariert werden. Der Effekt: Das Notstromaggregat erhöht durch eine Teilnahme am Regelenergiemarkt nicht notwendigerweise die eigene jährliche Betriebsdauer. Desweiteren führt eine Vernetzung von kleinteiligen "Eh-da-Kapazitäten" dazu, dass der Neubau und auch der Betrieb bestehender konventioneller Kraftwerke schneller eingestellt werden kann.

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Power-to-Heat-Anlagen

Power-to-Heat-Anlagen (PtH) - im Grunde genommen große Elektroheizungen - funktionieren aus Netzsicht genau umgekehrt zu Notstromaggregaten: Sie können im Bedarfsfall überschüssigen Strom aus dem Netz ziehen und ihn in Wärme umwandeln.

Da Strom ein teurer Energieträger zur Erzeugung von Wärme ist, werden PtH-Anlagen häufig im Umfeld von Industrieanlagen gebaut, um bei einem hohen Stromangebot im Netz und dementsprechend niedrigen (evtl. negativen) Preisen, den Wärmebedarf der Industrieanlagen über die PtH-Anlage zu decken und damit Kosten für Öl oder Gas einzusparen. PtH-Anlagen können also ideal strompreisorient eingesetzt werden, wenn sie einen Zugang zur Börse haben. Zusätzlich können sie negative Regelenergie anbieten, also bei einem Stromüberschuss im Netz auf Geheiß der Übertragungsnetzbetreiber Strom abnehmen und daraus Wärme erzeugen.

Ein alternatives Konzept zur Nutzung von PtH-Anlagen ist es, die Anlage zwischen einen bestehenden Stromerzeuger (etwa eine KWK-Anlage) und den Einspeisepunkt ins öffentliche Netz zu platzieren. In diesem Fall wird kein Netzstrom zur Wärmeerzeugung bezogen, sondern überschüssiger Strom aus der Erzeugereinheit.

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Regelenergie

Regelenergie dient der Stromnetzstabilisierung und ist eine Art Stromreserve, die die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) aktivieren, wenn die Netzfrequenz signifikant über 50 Hertz steigt oder darunter fällt. Solche Frequenzschwankungen entstehen, wenn Stromangebot und Stromnachfrage sich nicht decken. Für die Vorhaltung von Regelenergie ist eine regelbare Leistung von mindestens fünf MW nötig. Gemeinsam im Virtuellen Kraftwerk ist diese Einstiegsgröße viel leichter zu nehmen als alleine. Nach erfolgreicher Zulassung auf dem Regelenergiemarkt erhalten die Teilnehmer einen Leistungspreis (für die Vorhaltung der flexiblen Reserven) und einen Arbeitspreis (bei Aktivierung der Reserven).

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Schnittstellenpartner

Über eine Protokollschnittstelle wird eine Stromerzeugungsanlage oder ein Stromverbraucher per Fernzugriff kontrolliert. Die Protokollschnittstelle sammelt Anlageninformationen, z.B. über die Anlagenbereitschaft oder ihre aktuelle Leistung, und übermittelt diese über das Internet an unser Leitsystem. Außerdem kann unser Leitsystem über die Protokollschnittstelle auf die Stromerzeuger und -verbraucher zugreifen und diese nach Bedarf hoch- oder runterfahren.

Mit den Herstellern, die hier auf der linken Seite aufgeführt sind, arbeiten wir schon lange erfolgreich zusammen, das heißt, wir binden Stromverbraucher und Stromerzeuger über ihre Protokollschnittstellen in unseren Next Pool ein. Es kommen regelmäßig neue Schnittstellenpartner hinzu, also sprechen Sie uns einfach an, wenn Sie eine andere Schnittstelle nutzen möchten.

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Stromverbraucher

Stromverbraucher waren in der Vergangenheit passive Teilnehmer am Strommarkt. Sie hatten in aller Regel langfristige Verträge mit Stromlieferanten und haben eben so viel Strom verbraucht wie sie brauchten, um ihre Industrieanlagen, ihr Gewerbe oder ihren Haushalt wie gewohnt zu führen. Daher war die Stromnachfrage in der Vergangenheit unelastisch.

Dieses Bild hat sich heute gewandelt. Die Nachfrageseite passt sich dem Angebot vermehrt an, indem Stromverbraucher in solchen Zeiten eben mehr oder weniger Strom verbrauchen, als sie ursprünglich geplant hatten. Diese flexible Anpassung der Nachfrage heißt "Lastmanagement" oder "Demand Side Management" (DSM).

Im Zuge des Lastmanagements können flexible Stromverbraucher wie Kühlhäuser, Pumpen oder Power-to-Heat-Anlagen Regelenergie bereitstellen, also ihren Stromverbrauch auf Geheiß der Übertragungsnetzbetreiber erhöhen oder drosseln, wenn zu viel bzw. zu wenig Strom im Netz ist. Sie können aber auch über eine Verbindung zur Strombörse und über unseren variablen Stromtarif 'Best of 96' ihren Stromverbrauch vollständig am Strompreis orientieren und flexibel auf Börsensignale reagieren: Wenn der Preis sehr niedrig ist, verbrauchen sie mehr Strom; wenn er sehr hoch ist, verbrauchen sie weniger Strom. So können Stromverbraucher sowohl das Stromnetz stabilisieren als auch ihre Stromkosten senken.

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Unser Leitsystem

Das Leitsystem ist das technologische Herzstück des Next Pools und es wird vollständig von unseren eigenen Systemingenieuren administriert. Hier fließen alle Informationen zusammen, die die Next Boxen bzw. Protokollschnittstellen aller Einheiten und die Übertragungsnetzbetreiber per Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) an uns übermitteln. Im Leitsystem angekommen, werden die Daten in unseren Servern von einem Router-Cluster mit Firewall authentifiziert, entschlüsselt und an der richtigen Stelle abgelegt.

Auf Basis der Daten wissen wir, wie viel Leistung in unserem Pool bereitsteht und wie viel Regelenergie wir anbieten können. Während eines Regelenergieabrufs bestimmen unsere Algortihmen zu jeder Sekunde, welche Anlage ihre Leistung um welchen Wert hoch- oder runterfahren soll. Diese Optimierungssollwerte werden dann sofort über die Kommunikationsschnittstelle an die Einzelanlagen geschickt, die ihre Leistung entsprechend anpassen.

Aber nicht nur für die Regelenergie spielt das Leitsystem eine zentrale Rolle. Das Leitsystem schaltet auch auf Basis von Strompreissignalen im Day-Ahead oder Intraday-Handel flexible Stromerzeuger wie BHKWs oder Stromverbraucher wie Wasserpumpen hoch- und herunter. Auch hier berechnen unsere Optimierungsalgorithmen permanent die optimalen Fahrpläne der flexiblen Stromerzeuger und -verbraucher im Next Pool. Die Stromerzeuger produzieren also immer nur so viel Strom, wie gerade im Netz benötigt wird. Flexible Stromverbraucher fahren durch diesen Mechanismus strommarktorientiert, denn sie verbrauchen ihren Strom dann, wenn er besonders günstig und die Gesamtnachfrage niedrig ist. So kann unser Leitsystem bereits zur Stromnetzstabilisierung beitragen, bevor der Einsatz von Regelenergie überhaupt nötig wird.

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Next Box Modem

Das Modem ist nötig, um eine Verbindung zwischen der Einheit, z.B. einem Kühlhaus oder einem Wasserkraftwerk, und unserem Leitsystem herzustellen. Mit seiner Hilfe werden die verschlüsselten Daten aus der Next Box über eine geschlossene Benutzergruppe an unser Leitsystem übermittelt. Die SIM-Karte im Modem muss sich dabei authentifizieren, damit sie der geschlossenen Benutzergruppe beitreten kann, die Daten an unser Leitsystem senden darf. Das Leitsystem führt die Authentisierung durch und erlaubt nur unseren Next Box-SIM-Karten diesen Zugang.

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Next Box Antenne

Die Antenne verstärkt den Signalempfang der Next Box. Wenn die Next Box an einem Ort mit schlechtem Empfang montiert ist, etwa in einem Maschinenraum, kann die Antenne an einem anderen Ort angebracht werden, wo der Empfang gut ist, z.B. auf einem Gebäudedach.

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Next Box Steuerung

In der Next Box ist eine speicherprogrammierbare Steuerungseinheit (SPS) verbaut. Das ist im Grunde ein kleiner Computer, der die rohen Betriebsdaten der Anlage verarbeitet und verschlüsselt. Sie fragt bei der Anlage permanent Daten ab, die das Leitsystem benötigt, um die optimalen Fahrpläne der Stromverbraucher und Stromerzeuger zu berechen. Zu diesen Daten gehören zum Beispiel:

    • Bereitschaft der Anlage oder des Stromverbrauchers
    • Ist-Leistung
    • Bereitstehendes Leistungsband für die Regelenergie
    • Gas- oder Wärmespeicher
    • Ist-Temperatur (z.B. bei einem Kühlhaus)
    • Wasserfüllstände (z.B. bei einer industriellen Pumpe)

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Biogas

In einer Biogasanlage wird in einem biochemischen Prozess durch die Vergärung von Biomasse Biogas erzeugt. Als Substrate für die Vergärung werden häufig Gülle, Energiepflanzen wie Mais und Bioabfälle bzw. ein Gemisch aus alledem eingesetzt. Am Ende der Vergärung, wenn aus dem Substrat kein weiteres Gas mehr gewonnen werden kann, bleiben Gärrückstände übrig, die als veredelter Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Gärrest aus Biogasanlagen ist geruchsärmer als Gülle und zusätzlich eine bessere Nährstoffquelle für Pflanzen.

In der Regel ist an die Biogasanlage ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einem Generator angeschlossen, in dem das produzierte Biogas vor Ort zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt wird. Wenn es eine lokale Wärmeabnahmequelle gibt, ist die Energiegewinnung von BHKWs besonders effizient.

Biogasanlagen haben einen weiteren Vorteil gegenüber volatilen Stromerzeugern: Ihr Primärenergieträger, das Biogas, ist für einige Zeit in den Fermentern der Anlage speicherbar. Wenn eine Biogasanlage ihre Stromproduktion drosselt, weil das Stromangebot durch Windkraft- und Solaranlagen besonders hoch ist, wird nur das BHKW ausgeschaltet. Der biochemische Vergärungsprozess wird nicht unterbrochen, sodass die Anlage weiterhin Biogas produziert und dieses in den Fermentern speichert. Wenn die Anlage gar über einen zusätzlichen externen Gasspeicher verfügt, kann sie das Biogas auch über längere Zeiträume zwischenspeichern. Darum gehören Biogasanlagen zu den sehr flexiblen Stromerzeugern der Erneuerbaren Energien und leisten einen wertvollen Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende.

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Wasserkraft

In einem Wasserkraftwerk wird in der Regel an Staudämmen oder in Fließgewässern durch die Strömungsenergie des Wassers eine Turbine in Bewegung gesetzt, die wiederum einen Generator antreibt, der Strom produziert. Unter den Erneuerbaren Energien ist die Wasserkraft wahrscheinlich die konventionellste: Sie wird seit Jahrhunderten zur Nutzbarmachung von Strömungsenergie eingesetzt, z.B. durch Wasserräder in Mühlen.

Laufwasserkraftwerke haben grundsätzlich eine geringere Flexibilität als Speicherkraftwerke, bei denen das Wasser in einem See gestaut wird. Aber auch bei ihnen kann die Durchlaufgeschwindigkeit des Wassers in einem gewissen Maß reguliert werden, sodass die Stromproduktion bei Bedarf gedrosselt werden kann. Auch wenn das Flexibilitätsband einer einzelnen Anlage relativ gering ist, kann im Verbund eines Virtuellen Kraftwerks die 5-MW-Hürde zur Bereitstellung von Regelenergie schnell erreicht werden. So bieten sich Wasserkraftwerke in der Regel sehr gut an, um Regelenergie bereitzustellen bzw. die Stromproduktion auf Strompreissignale der Börsen anzupassen.

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BHKW/KWK

Blockheizkraftwerke (BHKW) sind kleine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK). An die meisten Biogasanlagen ist ein BHKW angeschlossen, in dem die Energie des produzierten Biogases durch einen Generator in Strom umgewandelt wird. Es gibt aber auch konventionelle dezentrale BHKW bzw. KWK-Anlagen, die in der Regel mit Erdgas betrieben werden.

KWK-Anlagen haben gemein, dass in ihnen durch die Verbrennung des Primärenergieträgers ein Generator angetrieben wird, der Strom erzeugt. Die Abwärme, die bei der Verbrennung entsteht, wird zusätzlich eingesetzt, um ein Heizmedium (in der Regel Wasser) zu erhitzen, das durch einen Wärmetauscher fließt. Wenn die Wärme lokal vollständig genutzt wird, z.B. in Industrieanlagen oder öffentlichen Einrichtungen, die sich in der direkten Umgebung der KWK-Anlage befinden, kann der Wirkungsgrad der Anlage bei über 90 % liegen.

Wenn die KWK-Anlage primär zur Wärmegewinnung eingesetzt wird, ist sie wärmegeführt. Wenn sie in erster Linie zur Stromerzeugung eingesetzt wird, ist sie stromgeführt. Stromgeführte BHKWs und KWK-Anlagen haben grundsätzlich eine höhere Flexibilität für das Stromsystem als wärmegeführte Anlagen, weil der Wärmebedarf häufig konstant ist. Aber auch wärmegeführte Anlagen haben ein gewisses Flexbilitätsband, innerhalb dessen sie mehr oder weniger Strom produzieren können, weil sich das Heizmedium nicht so schnell abkühlt, auch wenn die Generatorleistung (und damit die Abwärme) reduziert wird. Dieses Flexibilitätsband kann zur Bereitstellung von Regelenergie oder zur Umsetzung einer strompreisorientierten Fahrweise für die Strombörse genutzt werden.

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Kraftwerke

Die meisten Kraftwerke zur Stromerzeugung funktionieren nach dem Prinzip eines Dampfkraftwerks: Durch die Verbrennung des Primärenergieträgers wird Wasser erhitzt, das verdampft und dann eine Turbine ankurbelt. Die Turbine betreibt wiederum einen Generator, der Strom erzeugt. Im Idealfall werden sowohl die Wärme als auch der Strom genutzt, um einen möglichst hohen Wirkungsgrad der Anlage zu erzielen.

Gerade im Bereich der Eneuerbaren Energien werden die unterschiedlichsten Primärenergieträger eingesetzt, um Strom zu gewinnen. Häufig sind es verschiedene Gase, aber es gibt auch Heizkraftwerke, in denen Abwärme, die bei der Verbrennung fester Biomasse (z.B. Holzpellets) entsteht, zur Strompduktion eingesetzt wird.

Beispiele für erneuerbare und konventionelle flexible Kraftwerke sind:

    • Gaskraftwerke
    • Klärgasanlagen
    • Grubengasanlagen
    • Deponiegasanlagen
    • Müllheizkraftwerke
    • Biomasseanlagen (z.B. Holzheizkraftwerke)

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Wind

Die Stromproduktion aus Windkraftanlagen ist von der Windstärke abhängig und kann darum nicht vollständig nach Bedarf angepasst werden. Windkraftanlagen können aber natürlich herunterfahren, wenn zu viel Strom im System vorhanden ist – auf diese Möglichkeit greifen die Verteilnetzbetreiber (VNB) regelmäßig zurück, wenn ihr Stromnetz durch zu viel Stromeinspeisung überlastet ist. Bisher war diese Möglichkeit den Übertragnungsnetzbetreibern (ÜNB) aber zu unsicher, um es Windkraftanlagen zu erlauben, ihre Leistung an den Regelenergiemärkten anzubieten.

Wie viel Strom volatile Erzeuger wie Windkraftanlagen einspeisen werden, lässt sich langfristig nicht planen – die Einspeiseprognosen werden aber immer akkurater, je näher der Lieferzeitpunkt rückt. Gerade durch die Direktvermarktung ist die Prognosegüte in den letzten Jahren enorm gestiegen.

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Solar

Die Stromproduktion aus Solar- bzw. Photovoltaikanlagen (PV) ist von der Sonneneinstrahlung abhängig und kann darum nicht vollständig nach Bedarf angepasst werden. Sie können aber natürlich herunterfahren, wenn gerade zu viel Sonne da ist – auf diese Möglichkeit greifen die Verteilnetzbetreiber (VNB) regelmäßig zurück, wenn ihr Stromnetz durch zu viel Stromeinspeisung überlastet ist. Bisher ist diese Möglichkeit den Übertragnungsnetzbetreibern (ÜNB) aber zu unsicher, um es Solaranlagen zu erlauben, ihre Leistung an den Regelenergiemärkten anzubieten. Nichtsdestotrotz kann der Solarstrom aber über die EEG-Direktvermarktung an der Börse verkauft werden. Gerade durch die Direktvermarktung haben sich die Einspeiseprognosen in den letzten Jahren stetig verbessert. An den Börsen kann der Strom bis 30 Minuten vor dem Lieferzeitpunkt gehandelt werden, sodass auch noch sehr kurzfristig Korrekturen möglich sind und die tatsächlichen Fehlprognosen in aller Regel gering ausfallen.

Solaranlagen haben den großen Vorteil, dass ihr Einspeiseprofil zu einem großen Teil dem Verbrauchsprofil der Stromverbraucher entspricht: Es steigt morgens an, hat seine Spitze um die Mittagszeit und sinkt über den Nachmittag zum Abend hin wieder ab. Solarstrom wird also im Vergleich zum Windstrom mit höherer Wahrscheinlichkeit dann produziert, wenn er auch gebraucht wird.

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Unsere Server

Die Server sind Teil unseres Leitsystems. Alle Informationen, die nötig sind, um die optimalen Fahrpläne der Stromerzeuger und -verbraucher zu berechnen, werden von den Next Boxen bzw. Protokollschnittstellen aller Einheiten verschlüsselt an unsere Server geschickt. Dort werden sie von einem Router-Cluster mit Firewall authentifiziert, entschlüsselt und an der richtigen Stelle abgelegt. Zu diesen Informationen gehören zum Beispiel:

    • Bereitschaft der Anlage oder des Stromverbrauchers
    • Ist-Leistung
    • Bereitstehendes Leistungsband für die Regelenergie
    • Gas- oder Wärmespeicher
    • Ist-Temperatur (z.B. bei einem Kühlhaus)
    • Wasserfüllstände (z.B. bei einer industriellen Pumpe)

Physisch geschieht das an zwei Server-Standorten, die an zwei verschiedene Mittelspannungsnetze angeschlossen und über redundante Leitungen miteinander verbunden sind. So entstehen Server-Cluster mit jeweils paarweise redundanten Servern. Wenn einer der Server ausfällt, springt automatisch sein Gegenstück ein. Durch diese verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen stellen wir sicher, dass auch bei unterschiedlichen Störungsfällen (im Stromnetz, in der Verbindungsleitung zwischen den Servern, in den Servern selbst…) das Leitsystem und damit der Next Pool reibungslos weiterlaufen. Und das ist wichtig – schließlich bieten wir mit den Anlagen im Next Pool Regelenergie an, um das Stromnetz zu allen Zeiten stabil zu halten. Unsere Technologie muss deswegen immer einsatzbereit sein.

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Unsere Optimierungsalgorithmen

Die Optimierungsalgorithmen sind Teil unseres Leitsystems. Sie wurden von unseren Systemingenieuren gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern entwickelt, um die optimalen Fahrpläne der Stromerzeuger und -verbraucher im Next Pool berechnen zu können. Auf Basis der Daten, die die Next Boxen an unsere Server übermitteln, wissen wir, wie viel Leistung in unserem Pool bereitsteht und wie viel Regelenergie wir anbieten können. Das ist wichtig, weil unsere bezuschlagten Regelenergiegebote, die Vergabeergebnisse, während der Vorhaltungszeit stets im Next Pool bereitstehen müssen, um die Systemsicherheit nicht zu gefährden.

Während eines Regelenergieabrufs wird permanent eine Optimierungsschleife durchgeführt: Das Leitsystem validiert alle Daten aus den Einzelanlagen, indem es prüft, ob und mit welcher Leistung die Anlagen verfügbar sind. Diese Werte werden mit den ÜNB-Sollwerten abgeglichen. Und schließlich werden die Optimierungs-Sollwerte über eine Kommunikationsschnittstelle an die Next Box der Einzelanlagen geschickt, die ihre Leistung entsprechend anpassen. Dabei bestimmen unsere Algorithmen zu jeder Sekunde, welche Anlage ihre Leistung um welchen Wert hoch- oder runterfahren soll.