Strommarkt

Marktanalyse Spotmarkt & Regelenergie

An dieser Stelle finden Sie jeden Dienstag unseren aktuellen Market Watch - eine Analyse der Spotmarkt- und Regelenergiepreise der zurückliegenden Woche. Direkt von unserem Trading Floor.

Market Watch - KW 48

Wie schon in den vergangenen Wochen waren auch in KW48 die Windmüller wieder die einflussreichsten Akteure am deutschen Strommarkt. Mit einem Spitzenwert von 38,5 GW stand die Windkraftleistung so hoch wie zuletzt am 30.09.2019, als Sturmtief Mortimer über Deutschland zog. Abseits des Spitzenwertes glich der Verlauf der Windeinspeisung einer Glockenkurve: Am Wochenstart und Wochenende wurde die Leistung aus Windkraft südlich der 10 GW Marke registriert. Bis Zum Donnerstagnachmittag nahm diese Leistung kontinuierlich zu, danach jedoch auch wieder kontinuierlich ab. Die PV-Einspeisung erreichte wie schon in KW 47 nur am Samstag einen Mittagspeak oberhalb von 10 GW und pendelte in der Mittagszeit der restlichen Wochentage zwischen 3 – 7 GW. Die Einspeisung thermischer Kraftwerke stand am Montag am höchsten (66 GW am frühen Abend), nahm mit dem steigenden Windangebot bis zum Donnerstag ab und mit dem Rückgang der Windkraft im restlichen Verlauf der Woche - selbst am Wochenende - wieder zu.

Strommarkt-Analyse: Einspeisung Erneuerbare KW 48

Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Der Verlauf der Residuallast spiegelte sich an den Kursen der Epex Spot wieder. Am Montag wurde der Baseload am DayAhead bei 51,12 EUR/MWh fixiert – Spitzenwert der KW48. Mit dem steigenden Winddargebot und der sinkenden Residuallast fielen an den folgenden Tagen auch die Preise des kurzfristigen Stromhandels. Der Donnerstagmorgen markierte den Tiefststand der Woche: Während der DayAhead Minimalpreise von 2 EUR/MWh erreichte, rutschte der durchschnittliche Preis am Intraday für knappe zwei Stunden in den negativen Bereich. Mit der steigenden Nachfrage nach Strom aus fossilen Energieträgern stieg der Preis für Strom in der kurzen Frist bis zum Ende der Woche wieder an. Zu einer längeren Abweichung von DayAhead- zu Intraday Preisen kam es lediglich am Freitag, als die Windeinspeisung während einer Dauer von knapp 16 Stunden über der Prognose lag.

Strommarkt-Analyse: Spotpreise aus KW 48

Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Diese 16-stündige Prognoseabweichung am Freitag sorgte für den einzigen Abruf negativer MRL in KW48 (16:15 – 16:30 Uhr: 300 MW). Zu dieser Zeit notierte der durchschnittliche Preis für die Bereitstellung negativer MRL knapp unter 1.000 EUR/MWh. Auch die positive MRL verbuchte nur einen Abruf in KW48: Am Mittwoch zwischen 9:15 – 9:30 Uhr, als der tatsächliche Strombedarf knappe 3 GW über der Prognose lag, wurden 400 MW abgerufen. Der durchschnittliche Arbeitspreis für positive MRL lag zu diesem Zeitpunkt bei 1.013 EUR/MWh. Im Gegensatz zur MRL kam es in der SRL (wie gewohnt) nahezu in jeder Viertelstunde zu Abrufen. Zum höchsten Bedarf an negativer SRL (1.177 MW) kam es am Freitag zwischen 12:45 -13:00 Uhr, als der durchschnittliche Arbeitspreis für negative SRL bei 688 EUR/MWh lag. Der höchste Abruf positiver SRL fand am Sonntagabend statt (20:45 – 21:00 Uhr: 752 MW), die MWh positive SRL kostete zu diesem Zeitpunkt im Durchschnitt 560 EUR.

Strommarkt-Analyse: Arbeitspreise Regelenergie KW 48

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Die Struktur der Regelenergie Leistungspreise blieb in KW48 im Muster der letzten Wochen: Tagesspitzen für positive Regelenergie lagen in der vorletzten Zeitscheibe (16 – 20 Uhr) eines jeden Tages, Höchstwerte der Leistungspreise negativer Regelenergie lagen täglich in der ersten Zeitscheibe (0 – 4 Uhr). Während in den letzten Wochen jedoch die Vorhaltung positiver Regelenergie beinahe durchgängig teurer bepreist wurde als die Vorhaltung negativer Regelenergie, sorgte in KW48 die negative Regelenergie für die Spitzenpreise der Woche. In den ersten Zeitscheiben des Donnerstags und des Freitags, als der DayAhead Preis deutlich unter 20 EUR/MWh lag, wurde die Vorhaltung negativer SRL mit 22 EUR/MW bzw. 31 EUR/MW im Durchschnitt bepreist, Leistungspreise für negative MRL erreichten Spitzenwerte um die 40 EUR/MW. Thermische Kraftwerke waren aufgrund der niedrigen Spotpreise auf ein Minimum gedrosselt, eine weitere Abregelung der Kraftwerksaktivitäten zur Erbringung negativer Regelenergie war somit mit hohen Kosten verbunden. Der höchste durchschnittliche Leistungspreis für positive SRL wurde am Dienstag bei etwa 15 EUR/MW fixiert. Der Höchstpreis für die Vorhaltung positiver MRL wurde am Freitag bei knapp über 25 EUR/MW registriert.

Strommarkt-Analyse: Regelenergie Leistungspreise KW 48

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Der vierwöchige Abwärtstrend der PRL Leistungspreise konnte in KW48 gestoppt werden. Im Wochenverlauf mittelten die PRL Leistungspreise in der zurückliegenden Woche bei 191 EUR/MW. Zum Vergleich, in KW47 lag der Wochendurchschnitt noch bei 116 EUR/MW.

Strommarkt-Analyse: Leistungspreise PRL

Market Watch - frühere Ausgaben

Market Watch - KW 47

KW 47 startete mit einem starken Stromangebot aus Windkraft. In den frühen Stunden des Dienstags wurde eine Windkraftleistung von 31 GW gemessen – diesen Wert sollten die Windmüller bis zum Ende der Woche nicht nochmals erreichen. Am Mittwoch, etwa 24 Stunden nach dem Erreichen des Spitzenwertes der Woche, lag die Windeinspeisung nur noch bei 800 MW und somit auf dem niedrigsten Stand des Monats. Erst zum Wochenende erreichte die Windkraft wieder eine Leistung nahe der 30 GW. Die PV-Einspeisung konnte die 10 GW Marke nur am Samstag knacken, an den restlichen Tagen lagen die PV-Peaks zwischen 4 – 8 GW. Die PV konnte somit nicht die Windflaute in der Mitte der Woche abfangen, wodurch die Residuallast mehrfach die 60 GW Marke durchbrach.

Strommarkt-Analyse in KW 47:

Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Die Maxima und Minima der Windeinspeisung in KW47 spiegelten sich in den Kursverläufen an der Spot Börse wieder. In der Nacht von Montag auf Dienstag drückte das Windangebot den DayAhead auf 25 EUR/MWh. Da die tatsächliche Windeinspeisung bis zu 7 GW über den Prognosen lag, rutschte der Preis für Strom am Intraday sogar in den negativen Bereich. Am Mittwoch sorgte das niedrige Windangebot hingegen für die höchsten Kurzfristpreise der Woche – der DayAhead lag im Tagesdurchschnitt bei 53,35 EUR/MWh. Im weiteren Verlauf der Woche, sanken die Spot Preise wieder, bis der DayAhead zwischen 5 – 6 Uhr am Sonntagmorgen bei 7,57 EUR/MWh handelte. Grund für den Preisverfall war die erstarkenden Windleistung sowie die reduzierte Stromnachfrage am Wochenende.

Strommarkt-Analyse in KW 47: Spotbörse

Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Die durchschnittlichen Regelenergie Arbeitspreise zeigten sich von der volatilen Windeinspeisung unbeeindruckt. Preise für die Erbringung positiver MRL lagen im gesamten Wochenverlauf südlich der 2.000 EUR/MWh Marke. Die durchschnittlichen Arbeitspreise positiver SRL lagen meist um die 1.000 EUR/MWh – gegen Ende der Woche wurden jedoch einige Ausreißer registriert. Das Wochenmaximum von 4.420 EUR/MWh erreichten die durchschnittlichen Preise für die Erbringung positiver SRL am Samstag zwischen 16 – 20 Uhr. Grund für den hohen Durchschnittspreis war das Bietverhalten eines Marktakteurs, welcher 1,3 GW mit gestaffelten Preisen zwischen 5.900 - 6.900 EUR/MWh angeboten hatte. Die durchschnittlichen Arbeitspreise für negative Regelenergie blieben während der gesamten KW47 unter 2.000 EUR/MWh. Zu Abrufen negativer MRL kam es nur am späten Montagabend (22-24 Uhr), als die Windeinspeisung die Prognosen übertraf. Zu dieser Zeit lag der durchschnittliche Arbeitspreis für negative MRL bei 589 EUR/MWh.

Strommarkt-Analyse in KW 47: Arbeitspreise Regelenergie

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Die durchschnittlichen Regelenergie Leistungspreise spiegelten den Kursverlauf der Spot Preise wieder und behielten dabei über weite Strecken das Muster der letzten Wochen bei: Die Preise für Vorhaltung positiver Regelenergie fanden die Tageshöchstwerte meist in der 5. Zeitscheibe (16 – 20 Uhr). Die Maxima der Woche erreichten die positive MRL und SRL am Mittwoch und Donnerstag, als die Spot Preise am höchsten notierten – die Vorhaltung von Kapazitäten war daher mit hohen Opportunitätskosten verbunden. Die durchschnittlichen Leistungspreise für negative MRL und SRL fanden ihre Tagesmaxima stets in der ersten Zeitscheibe (0 – 4 Uhr) und lagen im gesamten Wochenverlauf unter 10 EUR/MW.

Strommarkt-Analyse in KW 47: Leistungspreise Regelenergie

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Der Abwärtstrend am PRL Leistungsmarkt setzte sich in KW47 fort. Nachdem die PRL Leistungspreise in KW46 im Wochenschnitt bei 146 EUR/MW lagen, fiel der Wochendurchschnitt in KW47 auf 116 EUR/MW. Der Tiefststand der Woche wurde am Mittwoch erreicht, als die PRL Leistungspreise bei 100 EUR/MW lagen, das Wochenmaximum am Sonntag stand bei 133 EUR/MW. Ein Grund für den Preisverfall der PRL Leistungspreise könnte im Ausbau der Batterie-Speicher liegen. Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie wurden steigende PRL Preise prognostiziert. Das zog wachsende Investitionen in Batterie-Speicher nach sich, da sich diese aus technischer Sicht für die Bereitstellung von PRL gut eigneten. So stieg das Angebot der PRL aus Batterie-Speichern in den letzten Jahren an. Ein weiterer Grund für die niedrigen PRL Leistungspreise könnte im Mechanismus der Preisbestimmung liegen: alle bezuschlagten Marktteilnehmer erhalten den höchsten bezuschlagten Leistungspreis. Der Anreiz hohe Leistungspreise zu bieten, ist in dem sogenannten Marginal Pricing Verfahren relativ gering.

Strommarkt-Analyse in KW 47: PRL Leistungspreise

Market Watch - KW 46

Nachdem die Windmüller in KW45 verhältnismäßig wenig Strom bereitgestellt hatten, wurde das Stromangebot in KW46 wieder von der Windeinspeisung geprägt. Im Verlauf des Montags verdreifachte sich das Angebot der Windenergie und blieb nahezu den gesamten Dienstag nördlich der 20 GW. Den Höhepunkt fand das Winddargebot am Freitagmorgen bei einer Leistung von 32 GW. Am Wochenende zeigte sich die Windkraft volatil mit einer Einspeisung zwischen 5 GW – 25 GW. Die PV-Einspeisung wurde von trübem Herbstwetter gebremst und peakte nur am Donnerstag oberhalb der 10 GW Marke. Unter der Woche durchbrach die Residuallast täglich die 50 GW Marke - selbst an den windreichen Tagen. Auch am Wochenende wurde eine verhältnismäßig hohe Residuallast registriert.

Strommarkt-Analyse: EE Einspeisung und Residuallast KW 46

Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Aufgrund der kräftigen Windeinspeisung notierte der DayAhead Base-Kontrakt für das Marktgebiet Deutschland-Luxemburg am Wochenstart noch bei moderaten 41,11 EUR/MWh im Mittel. Mit dem abflachenden Windangebot stiegen die Kurzfristpreise bis Mittwochabend an, nahmen in der zweiten Wochenhälfte aber kontinuierlich ab. Jedoch gaben die Preise an der Epex Spot am Wochenende nicht so stark nach wie in den letzten Wochen, die durchschnittlichen Preise für den DayAhead Base Kontrakt handelten an den letzten zwei Tagen der Woche bei 38,10 EUR/MWh und 36,82 EUR/MWh. Der Preis für Strom am Intraday Markt distanzierte sich lediglich am Freitag deutlich von der DayAhead Vorgabe. Grund dafür war das Windangebot, das deutlich hinter der Prognose zurückblieb.

Strommarkt-Analyse: Entwicklung Spotmarktpreise in der Kalenderwoche 46

Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Die durchschnittlichen Arbeitspreise für positive Regelenergie (SRL und MRL) erreichten in KW46 die höchsten Werte seit Einführung der technischen Preisobergrenze am 17.10.2019. In der dritten Zeitscheibe am Montag (8 – 12 Uhr) notierte der durchschnittliche Arbeitspreis für positive SRL bei 6.659 EUR/MWh. Dabei wurden 1,3 GW (von insgesamt knapp 2 GW) für 8.500 EUR/MWh – 9.999 EUR/MWh angeboten, wobei die Preisstruktur dieser Gebote darauf schließen ließ, dass es sich maximal um drei Anbieter handelte. Die positive MRL fand ihren höchsten durchschnittlichen Arbeitspreis in der letzten Zeitscheibe am Freitag (20 – 24 Uhr) bei 5.430 EUR/MWh. In diesem Fall wurde der hohe Durchschnittspreis von einem Anbieter verursacht, der 1,1 GW mit gestaffelten Preisen zwischen 7.500 EUR/MWh und 9.999 EUR/MWh anbot. Die Preise für die Erbringung negativer Regelarbeit zeigten hingegen keine Ausreißer. Die durchschnittlichen Arbeitspreise der negativen SRL lagen in der gesamten Woche deutlich unter 1.000 EUR/MWh, der durchschnittliche Preis für die Einspeisung negativer MRL durchbrach nur in einer Zeitscheibe die 2.500 EUR/MWh Marke.

Strommarkt-Analyse: Regelenergie Arbeitspreise KW 46

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Die Preise für die Vorhaltung von Regelenergie setzten in KW46 das Muster aus KW45 fort: Leistungspreise für positive SRL und MRL erreichten ihre Maxima täglich in den frühen Abendstunden (16 – 20 Uhr). Dabei notierten die wöchentlichen Maxima der beiden positiven Regelenergieprodukte mit 39 EUR/MW (MRL am Mittwoch) und 23 EUR/MW (SRL am Donnerstag) etwas niedriger als in der vorangegangenen Woche. Die höchsten durchschnittlichen Leistungspreise für negative Regelenergie wurden in der ersten Zeitscheibe (0 – 4 Uhr) geboten. Ab 8 Uhr lag der Preis für die Vorhaltung negativer SRL und MRL täglich bei etwa 0 EUR/MW.

Strommarkt-Analyse: Leistungspreise Regelenergie KW 46

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

In KW46 nahmen die PRL Leistungspreise weiter ab - ein Trend, der inzwischen drei Wochen anhält. In KW45 mittelten die PRL Leistungspreise noch bei 174 EUR/MW, in KW46 lag der Wochendurchschnitt für die Vorhaltung von PRL bei 146 EUR/MW. Dabei pendelten die PRL Leistungspreise zwischen 120 EUR/MW (Donnerstag & Freitag) und 174 EUR/MW (Dienstag).

Strommarkt-Analyse: PRL Leistungspreise KW 46

Market Watch - KW 45

In KW45 wurde das bisher geringste Angebot an erneuerbarer Energie des aktuellen Quartals registriert. Lediglich am Donnerstag stieg die Einspeisung aus Windkraft rasant auf 20 GW an, um danach ebenso schnell wieder auf unter 5 GW abzuflachen. Wie für diese Jahreszeit üblich erreichte die PV-Leistung kaum Werte über 10 GW und konnte den ausbleibenden Wind somit nicht kompensieren. Dadurch mussten thermische Kraftwerke nahezu täglich über 60 GW bereitstellen. Erst am Wochenende sorgte die geringere Nachfrage nach Strom für eine niedrigere Residuallast.

Strommarktanalyse KW 45 2019: Einspeisung Erneuerbare Energien

Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Angesichts der hohen Residuallast spielten sich auch die Kurzfristpreise für Strom auf einem relativ hohen Niveau ab. Mit Ausnahme des zurückliegenden Montags lagen die durchschnittlichen DayAhead Preise für den Base Kontrakt täglich über der 40 EUR/MWh Marke – auch am Wochenende. Den Höchstwert erreichten die Preise an der Epex Spot am Mittwochabend (zwischen 18 – 19 Uhr notierte der DayAhead Base Kontrakt bei 87 EUR/MWh), zum gleichen Zeitpunkt erreichte die Residuallast den Höhepunkt der Woche. Zu einer signifikanten Abweichung zwischen DayAhead und Intraday Preisen kam es nur am Donnerstag, als die PV die stärkste Einspeisung der Woche erreichte und dabei die Prognosen um knapp 10% übertraf.

Strommarkt-Analyse KW 45: Preisentwicklung Spotmarkt

Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Aufgrund der weitestgehend verhaltenen Windeinspeisung waren bei den durchschnittlichen Arbeitspreisen für Regelenergie kaum Ausreißer zu beobachten. Die Preise für die Erbringung positiver SRL lagen im Durchschnitt meist unter der 1.000 EUR/MWh Grenze. Am Donnerstag- und Samstagabend, als die Windeinspeisung zwischenzeitliche Peaks überschritten hatte, verzeichneten die Preise für positive SRL ihre Höchstwerte. Die Arbeitspreise für positive MRL pendelten über den gesamten Wochenverlauf zwischen 1.000 EUR/MWh und 2.000 EUR/MWh. Die durchschnittlichen Preise für die Einspeisung negativer MRL fanden ihren Höhepunkt in der zweiten Zeitscheibe am Donnerstag (4 – 8 Uhr: 2.505 EUR/MWh), als die Windeinspeisung Anlauf auf den Spitzenwert der Woche nahm. Es kam jedoch während der gesamten Woche zu keinem MRL-Abruf. Die durchschnittlichen Arbeitspreise für negative SRL lagen unter der Woche konstant bei etwa 1.000 EUR/MWh und in den Mittags- und Abendstunden des Wochenendes mehrfach unter 100 EUR/MWh.

Strommarkt-Analyse KW45: Arbeitspreise Regelenergie

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Einhergehend mit den Preisspitzen an den Kurzfristmärkten für Strom lagen die durchschnittlichen Leistungspreise positiver MRL und SRL jeweils in den Abendstunden am höchsten. Die durchschnittlichen Preise für die Vorhaltung positiver SRL pendelten dabei zwischen 10 EUR/MW und 30 EUR/MW, während die Vorhaltung positiver MRL mehrfach mit durchschnittlichen Werten nördlich der 50 EUR/MW Grenze bepreist wurde. Auch bei den Leistungspreisen für negative Regelenergie ließ sich eine klare Struktur erkennen: Die Vorhaltung negativer MRL und SRL war täglich in den ersten zwei Zeitscheiben (0 – 4 Uhr und 4 – 8 Uhr) am teuersten, wobei die durchschnittlichen Preise selten über 20 EUR/MW, in der zweiten Wochenhälfte nicht über 10 EUR/MW lagen.

Strommarkt-Analyse KW 45: Leistungspreise Regelenergie

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Der Sinkflug der PRL Leistungspreise setzte sich in KW45 fort. Notierten die Preise für die Vorhaltung von PRL in KW44 noch bei durchschnittlich 200 EUR/MW, lagen die PRL Leistungspreise in KW45 im Wochendurchschnitt bei 174 EUR/MW. Der niedrigste Durchschnittspreis wurde am Dienstag erreicht (140 EUR/MW), einen Tag später folgte der Spitzenwert der Woche (214 EUR/MW).

Strommarkt-Analyse KW 45 2019: PRL Leistungspreise

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