Strommarkt

Marktanalyse Spotmarkt & Regelenergie

An dieser Stelle finden Sie jeden Dienstag unseren aktuellen Market Watch - eine Analyse der Spotmarkt- und Regelenergiepreise der zurückliegenden Woche. Direkt von unserem Trading Floor.

Market Watch - KW 41

Wie schon die zurückliegenden Wochen war auch KW 41 maßgeblich vom Windangebot geprägt. Aufgrund von sehr niedriger Einspeisung aus Windkraftanlagen erreichte die Residuallast schon am Montag mit 56 GW das Maximum der vergangenen Woche. Bis Dienstagmorgen stieg die Windeinspeisung jedoch stark an und nahm bis zum Wochenende weiter stetig zu. Dadurch nahm die Residuallast täglich ab und konnte in den frühen Morgenstunden des Samstags auf etwa 10 GW reduziert werden. Am Wochenende flachte der Wind zwischenzeitlich ab. Da die Photovoltaik in den Mittagsstunden des Wochenendes mit knapp 20 GW die Wochenhöchstwerte erzielte, blieb die Residuallast aber weitestgehend unter 30 GW.

Erneuerbare Einspeisung in der 41. KW 2019

Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Die Preisverläufe an den Kurzfristmärkten folgten in der vergangenen Woche dem Muster der Residuallast. Höchstpreise wurden am Montag erzielt (der DayAhead erreichte 62 EUR/MWh), in der Folge reduzierte sich der Preis für Strom in der DayAhead Auktion von Tag zu Tag und lag in der Nacht von Freitag auf Samstag für eine Stunde (2 – 3 Uhr) mit -4,91 EUR/MWh sogar im negativen Bereich. Der Strompreis am Intraday Markt folgte über weite Teile der Woche sehr genau dem DayAhead Preis. Lediglich am Freitag und Samstag kam es zu Abweichungen (am Samstag lag der Intraday Preis insgesamt 7 Stunden im negativen Bereich, davon 6 Stunden am Stück), was unter anderem dadurch erklärt werden konnte, dass die tatsächliche Windeinspeisung über der Prognose lag.

Preisentwicklung der Spotmärkte (Kurzfristmärkte)

Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Die durchschnittlichen Arbeitspreise für beide Ausprägungen der SRL und MRL lagen während der vergangenen Woche durchgängig unter 10.000 EUR/MWh. Es gab jedoch weiterhin Einzelgebote, die weit über der 10.000 EUR Grenze lagen. Das soll sich in KW42 ändern. So kündigten die Übertragungsnetzbetreiber Mitte der letzten Woche auf Anweisung der Bundesnetzagentur an, mit dem Liefertag des 17.10.2019 wieder eine technische Preisobergrenze von 9.999,99€ EUR/MWh für die Erbringung von SRL und MRL einzuführen. Eine weitere Schlagzeile lieferte die die BNetzA selbst: Das Regelenergiemarktkonzept der ÜNBs, welches allen präqualifizierten Anbietern die Erbringung von Regelarbeit, unabhängig von der Teilnahme am Leistungsmarkt erlaubt, wurde genehmigt. Der Regelarbeitsmarkt soll spätestens am 01.06.2020 starten.

Preisentwicklung Arbeitspreise Regelenergiemarkt

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Die Leistungspreise sahen nur noch am Montag (als Spot-Preise negativ waren) signifikante Werte und flachten danach – auch am Donnerstag – ab und blieben im Schnitt leicht über 0 EUR.

Preisentwicklung Leistungspreise Regelenergiemarkt KW41

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Im Vergleich zum PRL Leistungspreis am Montag der KW40, der bei 424 EUR/MW notierte, starteten die Preise für die Vorhaltung von PRL in KW41 auf einem relativ niedrigen Niveau. In der zweiten Hälfte der Woche kletterten die Preise jedoch wieder auf das Niveau der Vorwoche. Der maximale PRL Leistungspreis der Woche wurde am Samstag erreicht und stand bei 315,60 EUR/MW.

Leistungspreise PRL KW 41

Market Watch - frühere Ausgaben

Market Watch - KW 40

Die vergangene Woche begann mit dem Höhepunkt des Sturms Mortimer in den frühen Morgenstunden des Montags. Die Windeinspeisung blieb danach bis Donnerstagabend um rund 20 GW, wo der Einspeisetiefpunkt von gut 3 GW erreicht wurde. Entsprechend einer fast durchgehenden Wolkendecke bleibt die PV-Einspeisung überschaubar und deutlich unter 15 GW in der Mittagsspitze, Freitag bis Sonntag wurden nicht mal 10 GW erreicht. So blieb trotz des Feiertags am Donnerstag die Residuallast praktisch immer über 20 GW, außer natürlich am frühen Montag.

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Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

So blieben auch die Preise – abgesehen vom Montagmorgen – sehr stabil und brachen auch am Donnerstag dank recht konstanter Residuallast nicht ein. Am Feier- und Brückentag lagen die Intraday-Preise deutlich unterm Spot. Darüber hinaus gab es keine besonderen Ausreißer und auch das Wochenende blieb preislich ohne besondere Vorkommnisse.

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Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Die Arbeitspreise in der Regelenergie blieben mit Ausnahme des Feiertags in einem moderaten Rahmen. Die Durchschnittspreise der Arbeitspreise im Chart täuschen etwas darüber hinweg, dass die ersten rund 500 MW in der Merit Order, die am häufigsten abgerufen werden, oft noch im zweistelligen Bereich lagen. Gebote am Ende der Merit Order ziehen hier den Durchschnitt in eine andere Größenordnung. Nur der Feiertag brach hier das Muster der Woche, wo vor allen Dingen die positive Regelenergie sehr teuer wurde. Hier fehlt jedoch tatsächlich die fundamentale Rechtfertigung, da die Spot-Preise in den Schulterstunden des Donnerstags ja bei rund 50 EUR lagen und der Tag preislich gar nicht deutlich anders war als die anderen Tage. Somit lässt sich die Ursache eher vom strategischen Bietverhalten im Feiertagsmodus erklären als fundamentale Spuren zu suchen.

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Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Die Leistungspreise sahen nur noch am Montag (als Spot-Preise negativ waren) signifikante Werte und flachten danach – auch am Donnerstag – ab und blieben im Schnitt leicht über 0 EUR.

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Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Die PRL erzielte am Montag die höchsten Preise seit langer Zeit. Hier kann man dann offenbar schon einen Zusammenhang zu Spotpreisen sehen und der daraus abgeleiteten Bereitschaft, überhaupt zu laufen und somit in der Lage zu sein, PRL zu erbringen. Der Rest der Woche blieb auf einem normalen Niveau, auch die Wochenenden brachen nicht nach oben aus, wie es in den vergangenen Wochen zu sehen gewesen war.

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Market Watch - KW 39

Das größte Ereignis der vergangenen Woche an den Kurzfristmärkten war der noch andauernde erste richtige Herbststurm Mortimer. Während Mitte der Woche noch der Höhepunkt für Sonntag prognostiziert wurde, verschob sich der Sturm aber etwas nach hinten, sodass am Wochenende „nur“ 30 GW Windenergie ins deutsche Netz eingespeist wurden. Dies drückte zusammen mit immer noch über 15 GW Solar in den Mittagsstunden die Residuallast an beiden Tagen auf rund 10 GW.

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Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Während die Woche bis Donnerstag entsprechend der Erneuerbaren-Einspeisung in gewöhnlichen Preisbereichen lag mit Stundenpreisen zumeist zwischen 40 und 60 EUR/MWh, begannen die Preis am Freitag mit dem aufkommenden Wind wegzubrechen. Trotz maximaler Stromexporte in alle Nachbarländer fielen die Preise im Spot am Wochenende an beiden Tagen in den niedrigsten Stunden unter 0 EUR/MWh. Intraday brachen die Preise nochmal deutlich nach unten aus. Die Viertelstunde 10:45-11:00 am Sonntag handelte sogar zwischenzeitlich bei -165 EUR/MWh. Insgesamt war der Intraday-Markt am Wochenende extrem volatil, zwischen dem höchsten und niedrigsten gehandelten Preis lagen häufig 50 bis 100 EUR/MWh Differenz. Dies lag vor allen Dingen an einer sehr steilen SRL Merit Order, die bereits bei leichter Überspeisung des Netzes zu extremen Ausgleichsenergiepreisen für nicht gehandelte Windabweichungen führte. Folglich näherten sich die Intraday-Preise auch den erwarteten Ausgleichsenergiepreisen an.

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Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Durchschnittliche Arbeitspreise von unter -30.000 EUR/MWh in einigen Zeitscheiben in der negativen MRL entbehren offensichtlich jeglicher energiewirtschaftlichen Grundlage. Diesem Marktversagen folgt ein Chartversagen in der SRL, denn die erwähnten extremeren SRL-Arbeitspreise am Wochenende können aufgrund der Skala der Y-Achse kaum noch erkannt werden. Der MRL-Markt steckt insbesondere in Bezug auf die Arbeitspreise immer noch in der Krise, dass die marktbeherrschende Stellung einiger Teilnehmer zusammen mit der Virtualität des Marktes (es kommt eh praktisch nie zu Abrufen) keinen echten Wettbewerb zulässt.

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Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

In der Leistungspreisentwicklung wiederum lässt sich der steigende Erneuerbarenanteil zum Ende der Woche hervorragend erkennen. Da alle Kraftwerke bei den sehr niedrigen Marktpreisen praktisch keine Vorhaltekosten für positive SRL hatten, lag hier der durchschnittliche Leistungspreis bei 0 EUR/MW, negative Regelenergie erforderte jedoch höhere Leistungspreise bis in den dreistelligen Bereich genau invers zu den Spot-Preiskurven.

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Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Die PRL-Preise kamen in der vergangenen Woche wieder deutlich runter. Die Preise für Montag bis Freitag lagen alle unter dem niedrigsten Tagespreis der Vorwoche. Nur am Wochenende stiegen die Preise Richtung 300 EUR. Allerdings mit einer recht geringen Gebotsdichte nördlich von 150 EUR/MW – hier wären auch noch höhere Preise möglich gewesen. Das Preisniveau ist insgesamt aber immer noch deutlich höher als vor beispielsweise einem Monat.

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