Strommarkt

Marktanalyse Spotmarkt & Regelenergie

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Market Watch 2020 - KW37

In KW37 meldete sich der Sommer zurück und verhalf sowohl PV als auch Windkraft zu stärkeren Werten als in der Vorwoche. Die Mittagspeaks der PV lagen konstant über 20 GW und erreichten ihr Wochenmaximum am Sonntag bei 27 GW. Die Windeinspeisung stieg mehrfach auf 20 GW. Lediglich am Donnerstag und Freitag blieben die Einspeisewerte für längere Zeit unter 10 GW. Im Zuge der gestiegenen Einspeisung der Erneuerbaren sank die Residuallast im Vergleich zur Vorwoche. Dennoch lagen die Tagesmaxima an den meisten Tagen weiterhin bei 50 GW. In den Mittagsstunden des Wochenendes ging die Residuallast auf etwa 5 GW zurück.

Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Die Preise an den Spot-Märkten nahmen angesichts der niedrigeren Residuallast im Vergleich zur Vorwoche wieder etwas ab. Der Baseload schwankte um 40 EUR/MWh. Der relativ windstille Freitag war mit einem Baseload von knapp 48 EUR/MWh der teuerste Tag der Woche. Am Samstagmittag blieb der DayAhead noch bei 0 EUR/MWh; nur der IntraDay sank deutlich ins Minus, da die Windeinspeisung über der Prognose lag. Am Sonntagmittag fiel auch der DayAhead für insgesamt vier Stunden in den negativen Bereich. Das Minimum erreichte der DayAhead zwischen 13-14 Uhr bei -59 EUR/MWh, der Intraday lag zeitgleich bei -42 EUR/MWh.

Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Die durchschnittlichen Arbeitspreise der positiven Regelenergie nahmen im Vergleich zur Vorwoche leicht ab. Mit Ausnahme von zwei Ausreißern schwankten die Durchschnittspreise der positiven MRL um 1.500 EUR/MWh, die positive SRL blieb meist unter 1.000 EUR/MWh. Der stärkste Abruf positiver MRL lag in der sechsten Zeitscheibe am Donnerstag bei 400 MW, der maximale Abruf positiver SRL lag in der gleichen Zeitscheibe bei 1,6 GW (knapp 80% der vorgehaltenen Menge).
Die Durchschnittspreise der Erbringung negativer Regelenergie reduzierten sich nochmals im Vergleich zur Vorwoche. Die durchschnittlichen Preise der negative MRL fielen nur am frühen Sonntagmorgen unter -2.000 EUR/MWh, die negative SRL blieb durchgängig über 1.500 EUR/MWh. Der einzige Abruf negativer MRL lag in der vierten Zeitscheibe am Donnerstag bei etwa 300 MW, der stärkste Abruf negativer SRL lag in der vierten Zeitscheibe am Freitag bei knapp 1 GW.

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Die durchschnittlichen Leistungspreise der positiven MRL blieben in den meisten Zeitscheiben unter 20 EUR/MW. Nur am Donnerstag und Freitag, als der DayAhead bei 70 EUR/MWh lag, zogen die Leistungspreise an. Die positive MRL stieg auf einen Durchschnittspreis von knapp 140 EUR/MW, die positive SRL lag im Wochenmaximum bei 42 EUR/MWh.
Die Durchschnittspreise der Vorhaltung negativer Regelenergie blieben annähernd durchgängig unter 10 EUR/MWh. Nur in den Mittagsstunden des Wochenendes, als die Spot-Preise ins Minus fielen, stiegen die Leistungspreise beider negativer Regelenergieprodukte deutlich über 50 EUR/MW.

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Die marginalen PRL Leistungspreise lagen im Durchschnitt bei 40 EUR/MW und damit höher als in der Vorwoche. Teuerste Zeitscheibe war dabei die vierte Zeitscheibe am Dienstag mit 56 EUR/MW. Am Freitag stiegen die marginalen Leistungspreise nie über 40 EUR/MWh, wodurch der Freitag im Durchschnitt am billigsten ausfiel.

Archiv: Market Watch KW 36 - KW 33

Market Watch 2020 - KW36

Eine windige zweite Wochenhälfte sorgte dafür, dass die Windkraft in KW36 deutlich mehr einspeiste als die PV. Im Vergleich zur Vorwoche registrierten die Windmüller jedoch annähernd eine Halbierung der Einspeisewerte, da diese in der ersten Wochenhälfte kaum über 5 GW lagen. Die PV konnte sich im Vergleich zur Vorwoche leicht erholen, die fehlende Windkraft mit einem Wochenmaximum von 24 GW jedoch nicht kompensieren. Die Residuallast stieg deshalb auf den höchsten Stand seit Anfang März. Von Montag bis Mittwoch lagen die Tagesmaxima der Residuallast deutlich über 50 GW.

Einspeisung von Wind und PV und Residuallast in KW36.

Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Aufgrund der niedrigen Einspeisung der fluktuierenden Erneuerbaren kletterte der Baseload am Montag mit 54,04 EUR/MWh auf den höchsten Stand seit Februar 2019. Auch an den folgenden Tagen blieb der Baseload um 50 EUR/MWh. Erst am Freitag fiel dieser wieder unter 40 EUR/MWh. Mit Werten knapp unter 35 EUR/MWh blieb der Baseload dennoch auch am Wochenende relativ hoch. Somit verzeichnete der deutsche Spot-Markt mit KW36 die teuerste Woche seit Beginn der Corona-Maßnahmen.

Preise am kurzfristigen Spotmarkt für Strom in Kalenderwoche 36.

Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Die Volatilität der durchschnittlichen Arbeitspreise positiver Regelenergie reduzierte sich im Vergleich zur Vorwoche nochmals. Die Durchschnittspreise der positiven MRL stiegen kaum über 2.500 EUR/MWh, der einzige Ausreißer lag bei knapp 7.000 EUR/MWh. Die durchschnittlichen Preise der Erbringung positiver SRL schwankten um 1.000 EUR/MWh und zeigten sich noch konstanter. Der stärkste Abruf positiver MRL lag in der fünften Zeitscheibe am Donnerstag bei etwa 600 MW, der maximale Abruf positiver SRL lag in der sechsten Zeitscheibe am Sonntag bei 1,1 GW.

Die durchschnittlichen Arbeitspreise der negativen Regelenergie reduzierten sich im Vergleich zur Vorwoche. Die negative MRL fiel nicht unter -2.000 EUR/MWh, die Durchschnittspreise der negativen SRL durchbrachen die -2.500 EUR/MWh Marke nur am Sonntag. Der stärkste Abruf negativer MRL lag in der dritten Zeitscheibe am Sonntag bei 200 MW, der maximale Abruf negativer SRL lag in der sechsten Zeitscheibe am Dienstag bei 1,2 GW.

Arbeitspreise der SRL und MRL in Kalenderwoche 36.

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Die hohen Spot-Preise zu Beginn der Woche stellten hohe Opportunitätskosten für die Vorhaltung positiver Regelenergie dar. Deshalb lagen die Tagesmaxima der durchschnittlichen Leistungspreise positiver Regelenergie an diesen Tagen um 40 EUR/MW. In der zweiten Wochenhälfte reduzierten sich diese und lagen am Wochenende wieder unter 10 EUR/MW.

Die Durchschnittspreise der negativen Regelenergie standen bis zum Wochenende unter 10 EUR/MW, wobei die Tagesmaxima in der ersten Zeitscheibe lagen. Erst am Wochenende, als die Spot-Preise zwischenzeitlich unter 30 EUR/MWh fielen, kletterten die durchschnittlichen Leistungspreise über 10 EUR/MW.

Leistungspreise der Sekundäreegelleistung und MRL in KW36.

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Die marginalen PRL Leistungspreise lagen meist bei 35 EUR/MW. In der fünften Zeitscheibe am Dienstag wurde mit etwa 50 EUR/MW die teuerste Zeitscheibe der Woche registriert. Am günstigsten war der Samstag, an welchem die marginalen Leistungspreise nie über 30 EUR/MW standen.

Preise der Primärregelleistung in Kalenderwoche 36.

Market Watch 2020 - KW35

Nach einer stürmischen Woche meldet sich der Market Watch mit einem Rückblick auf KW35 zurück. Mit orkanartigen Böen trieb Sturmtief Kirsten die Windkraft am Mittwoch auf bis zu 44 GW. Gemeinsam mit der PV stellten die fluktuierenden Erneuerbaren gegen 13:30 Uhr etwa 61 GW bereit – ein neuer Rekordwert. Die Mittagspeaks der PV kamen nicht über 20 GW hinaus, im Wochenverlauf lag die PV-Einspeisung deshalb so niedrig wie zuletzt im März 2020. Die Residuallast stieg nur am Donnerstag über 50 GW. Am Mittwoch drückten die Windmüller das Tagesmaxima der Residuallast auf etwa 20 GW.

Wind und PV Einspeisung im Vergleich zur Residuallast in Kalenderwoche 35.

Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Der Einspeiserekord der Erneuerbaren reduzierte den Baseload am Mittwoch auf 18 EUR/MWh. Der DayAhead rutschte nur zwischen 15-16 Uhr ins Minus. Da die tatsächliche Windeinspeisung bis zu 5 GW über der Prognose lag, stand der Intraday insgesamt 7 Stunden im negativen Bereich. An den restlichen Tagen lag der Baseload um 40 EUR/MWh und damit relativ hoch. Teuerster Tag war der Donnerstag mit einem Baseload von 46 EUR/MWh – Höchstwert seit Januar 2020. Auch am Wochenende blieb der Baseload über 30 EUR/MWh. Grund war unter anderem eine erhöhte Stromnachfrage aus Frankreich, wo die Kernkraftwerke Civaux und Bugey derzeit aufgrund von Wartungsarbeiten außer Betrieb sind.

Preise am Spotmarkt der Strombörse in KW35.

Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Die durchschnittlichen Arbeitspreise der positiven MRL zeigten sich relativ konstant in KW35. Nur am Freitag wurden Ausreißer mit Durchschnittspreisen über 4.000 EUR/MWh registriert. Die durchschnittlichen Arbeitspreise der positiven SRL verhielten sich ebenfalls wenig fluktuativ und lagen meist unter 2.000 EUR/MWh. Bedarf an positiver MRL gab es in KW35 kaum, der stärkste Abruf lag in der ersten Zeitscheibe am Donnerstag bei 236 MW. Der stärkste Abruf positiver SRL lag bei knapp 1 GW in der zweiten Zeitscheibe am Mittwoch.
Die durchschnittlichen Kosten der Erbringung negativer MRL schwankten um -1.000 EUR/MWh, die negative SRL fiel auf bis zu -3.000 EUR/MWh. Der stärkste Abruf negativer MRL lag in der vierten Zeitscheibe am Freitag bei 467 MW, das Maximum der negativen SRL lag am Donnerstag in der letzten Zeitscheibe bei gut 1,7 GW (84% der vorgehaltenen Menge).

Arbeitspreise der MRL und SRL in der Kalenderwoche 35.

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Die durchschnittlichen Leistungspreise der positiven Regelenergie blieben in den meisten Zeitscheiben unter 20 EUR/MW. Nur am Donnerstag, als der DayAhead auf 90 EUR/MWh stieg, lagen die Durchschnittspreise deutlich höher.
Die durchschnittlichen Preise der Vorhaltung negativer Regelenergie blieben meist unter 10 EUR/MW. Während des Sturmtiefs Kirsten, welches den DayAhead unter 0 EUR/MWh reduzierte, steigen die Durchschnittspreise beider negativer Regelenergieprodukte allerdings über 90 EUR/MW.

Leistungspreise der Regelenergie MRL und SRL in KW35.

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Die marginalen Leistungspreise der PRL lagen im Schnitt bei 35 EUR/MW. Teuerster Tag war in allen Zeitscheiben der Mittwoch. Die dritte Zeitscheibe war dabei mit knapp 60 EUR/MW die teuerste der Woche.

Preise der Primärregelleistung in Kalenderwoche 35.

Market Watch 2020 - KW33

Mit dieser Ausgabe verabschiedet sich der Market Watch nochmals in eine kurze Sommerpause. Am 31. August melden wir uns mit der Ausgabe zu KW35 wieder zurück.

Die erste Hälfte von KW33 war weiter von der Hitzewelle geprägt - erst im zweiten Teil der Woche ließen die Temperaturen etwas nach. Ähnlich zweigeteilt zeigte sich auch die Einspeisung der fluktuierenden Erneuerbaren: In der ersten Wochenhälfte deckten PV (Mittagspeaks bei knapp 30 GW) und Wind (Maximalwert bei 20 GW) etwa ein Drittel des deutschen Strombedarfs. In der zweiten Wochenhälfte fielen die Mittagspeaks der PV jedoch unter 20 GW, die Windkraft blieb unter 10 GW. Erst am Sonntag zeigten sich die beiden erneuerbaren Energiequellen wieder etwas stärker. Die Residuallast nahm deshalb im Vergleich zur letzten Woche nochmals etwas zu. Entgegen der Befürchtungen mussten im Zuge der Hitzewelle kaum Kraftwerke vom Netz genommen werden. Braunkohlekraftwerke deckten wieder einen deutlich größeren Anteil des Strombedarfs als Gaskraftwerke.

Residuallast im vergleich zur Einspeisung aus Wind und PV in Kalenderwoche 33 in Deutschland.

Spotmarkt

Preisentwicklung Day-Ahead und Intraday

Die Steigerung der Residuallast sorgte für Zuwächse am Spot-Markt. Am Freitag, dem teuersten Tag der Woche, lag der Baselaod mit 40,83 EUR/MWh nach drei Wochen erstmals wieder über der 40 EUR-Marke. An den restlichen Tagen schwankte der Baseload zwischen 30-40 EUR/MWh, erst am gewohnt lastschwachen Sonntag fiel der Baseload knapp unter 30 EUR/MWh.

Day-ahead und Intraday Preisentwicklung am Stromspotmarkt in KW33.

Regelenergie

Preisentwicklung Arbeitspreise

Die durchschnittlichen Arbeitspreise der positiven MRL nahmen im Vergleich zur Vorwoche wieder leicht zu. Im Mittel blieben die Durchschnittspreise bei 2.000 EUR/MWh, Ausreißer kletterten bis 5.000 EUR/MWh. Die durchschnittlichen Preise der Erbringung positiver SRL spielten sich im gleichen Spektrum ab, der Mittelwert lag jedoch etwas niedriger. Abrufe positiver MRL gab es hauptsächlich in der vierten Zeitscheibe am Dienstag (Maximum 600 MW), der stärkste Abruf positiver SRL lag in der gleichen Zeitscheibe bei 1,3 GW.


Die durchschnittlichen Arbeitspreise der negativen Regelenergie fielen selten unter -1.000 EUR/MWh und blieben damit auf dem Niveau der Vorwoche. Bedarf an negativer MRL gab es kaum, der stärkste Abruf lag in der sechsten Zeitscheibe am Dienstag bei 80 MW. Der stärkste Abruf negativer SRL lag in der dritten Zeitscheibe am Sonntag bei knapp 1 GW.

Arbeitspreise der SRL und MRL von Montag bis Sonntag in KW30.

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise MRL/SRL

Trotz der leichten Preissteigerung an den Spot-Märkten blieben die durchschnittlichen Leistungspreise der positiven Regelenergie im gesamten Wochenverlauf unter 15 EUR/MW. Auch die negative Regelenergie wiederholte das Muster der letzten Woche: Bis zum Wochenende blieben die Leistungspreise bei 0 EUR/MWh. Erst am Sonntagmittag, als die Spot-Preise unter 20 EUR/MWh fielen, stiegen die durchschnittlichen Preise der Vorhaltung beider negativer Regelenergieprodukte über 10 EUR/MW.

Durchschnittliche Leistungspreise MRL und SRL in Kalenderwoche 33.

Regelenergie

Preisentwicklung Leistungspreise PRL

Die marginalen Leistungspreise der Primärregelleistung setzten den Abwärtstrend der letzten Woche fort. In allen Zeitscheiben lagen die Leistungspreise zwischen 20-30 EUR/MW. Der Dienstag war in den meisten Zeitscheiben am teuersten.

Leistungspreise der PRL in Kalenderwoche 33.

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