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von Next Kraftwerke DE / 23 Mai 2019
Bei der Vertragsunterzeichnung: Alexander Krautz, Head of Innovation & Development bei Next Kraftwerke, und Kazuhiro Ishiyama, Executive Officer und General Manager des Corporate Planning Department bei Tohoku EPCO.

Japanischer Energieversorger Tohoku nutzt NEMOCS für den Aufbau eines Virtuellen Kraftwerks

Der japanische Energieversorger Tohoku EPCO und Next Kraftwerke setzen auf Basis der Software-as-a-Service-Lösung NEMOCS ein Demonstrationsprojekt für ein Virtuelles Kraftwerk (Virtual Power Plant, VPP) auf. Es ist das erste Mal, dass Next Kraftwerke einen Rahmenvertrag mit einem japanischen Energieversorger abschließt. Gemessen am Umsatz ist Tohoku EPCO der viertgrößte Stromversorger Japans mit 7,6 Millionen Privat- und Firmenkunden in sechs Präfekturen in der Region Tōhoku und der Präfektur Niigata.

Next Kraftwerke, Betreiber eines der größten Virtuellen Kraftwerke in Europa, hat seine Software-as-a-Service-Lösung NEMOCS entwickelt, um Dritte bei der Errichtung eines eigenen Virtuellen Kraftwerks zu unterstützen. NEMOCS kann Tausende von dezentralen Einheiten vernetzen, um deren Betrieb zu optimieren. Es kann Daten in Echtzeit verarbeiten, zum Beispiel um genaue Prognosen der Stromproduktion zu erstellen. NEMOCS ist außerdem in der Lage bei Bedarf Steuerungsbefehle für die vernetzen Anlagen zu erteilen, um eine Flotte von Tausenden vernetzen Anlagen entlang von Preis- oder Netzsignalen zu steuern.

Tohoku EPCO hat das VPP-Demonstrationsprojekt bereits im April 2018 gestartet. Der Energieversorger nutzt IoT und andere neue Informationstechnologien, um die dezentral in den Regionen verteilten Stromerzeugungsanlagen zu aggregieren und fernzusteuern, damit sie wie ein einziges Kraftwerk funktionieren. Zu den Anlagen gehören Stromerzeuger und Batterien im Besitz unter anderem von Kommunalverwaltungen, Unternehmen und Haushaltskunden. Mit dem Demonstrationsprojekt will Tohoku EPCO das VPP marktfähig machen und zukünftig neue Dienste entwickeln. Dafür will Tohoku EPCO sein Wissen und seine Technologie im Bereich des VPP weiter ausbauen; dazu gehört zum Beispiel die Fähigkeit, Anlagen präzise zu steuern. In der Zusammenarbeit mit Next Kraftwerke sollen die Kölner jetzt ihr Wissen und ihre Technologie einbringen, um die Kommerzialisierung des VPP und die Entwicklung neuer Dienstleistungen zu beschleunigen.

Die auf dem Rahmenvertrag basierende Partnerschaft ist auf zwei Jahre angelegt. In einem ersten Schritt, ab August 2019, wird Tohoku EPCO die Grundfunktionen des VPP-Systems testen. Dazu prüft es die Fernsteuerung von Energiespeichern im hauseigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Sendai City, wozu es Next Kraftwerkes VPP-Lösung NEMOCS und die Fernsteuereinheit Next Box verwendet. In einem zweiten Schritt, Anfang 2020, wird Tohoku EPCO die Systemfunktionen zur Fernüberwachung und -steuerung mehrerer Anlagen überprüfen und schrittweise deren Anzahl erhöhen. Schließlich möchte Tohoku EPCO die Machbarkeit der Markteinführung des VPP und der Entwicklung neuer Dienstleistungen auf Basis der Systeme von Next Kraftwerke prüfen und gegebenenfalls im Rahmen einer Kooperation mit Next Kraftwerke auch Stromhandel und Regelenergie anbieten.

„Angesichts des Ausbaus der dezentralen Energieressourcen in Japan freuen wir uns sehr über die Kooperation mit Tohoku EPCO und den Einsatz unserer Software-as-a-Service-Lösung NEMOCS auf Tohoku EPCOs Weg, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, die seine Position als innovatives integriertes Energieunternehmen stärken“, sagt Alexander Krautz, verantwortlich für die Leitung der Abteilung Innovation & Development bei Next Kraftwerke. 

Credit: Tohoku EPCO

Lotte Lehmbruck ist der Pressekontakt bei Next Kraftwerke

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