Haezoom baut mit NEMOCS eigenes Virtuelles Kraftwerk auf


Veröffentlicht am 5. Februar 2019

NEMOCS, die VPP-as-a-Service-Lösung des Kölner Unternehmens Next Kraftwerke, wird künftig in Südkorea eingesetzt. Das Solar-Unternehmen Haezoom wird NEMOCS im Rahmen eines Projektvertrages nutzen, um ein eigenes Virtuelles Kraftwerk aufzubauen. Ziel ist es, insbesondere die eigenen Photovoltaikanlagen zu überwachen und zu steuern. Haezoom ist spezialisiert darauf, mithilfe von Daten und IT-Technologie den Einsatz von Solarenergie zu optimieren. Über NEMOCS erhält Haezoom nun Daten der Anlagen in Echtzeit und ist so in der Lage, diese entlang von Netzsignalen und dem fluktuierenden Angebot von dezentraler Stromerzeugung zu steuern.

NEMOCS vernetzt Energieproduzenten und -verbraucher und optimiert deren Steuerung. Die VPP-as-a-Service-Lösung ist dabei in der Lage, Tausende Anlagen zu vernetzen, deren Daten in Echtzeit zu verarbeiten und sie bei Bedarf zu steuern. So haben NEMOCS-Kunden die Möglichkeit, ein eigenes Virtuelles Kraftwerk aufzubauen, ohne selbst in eine teure Infrastruktur investieren zu müssen. Jochen Schwill, Gründer und Geschäftsführer von Next Kraftwerke: „In NEMOCS sind unsere Ideen und Erfahrungen eingeflossen, die wir als IT-Experten und Stromhändler über die Jahre gesammelt haben. Es freut uns, dass wir unsere Expertise mit internationalen Partnern teilen können, vor allem, wenn es so fortschrittliche Unternehmen wie Haezoom sind.”

Der Energiemarkt in Südkorea steht vor einigen Veränderungen, gerade in Bezug auf die anstehende Liberalisierung. In deren Rahmen wurden neue Rollen geschaffen, dazu gehören die des Aggregators und die des Stromhändlers, der auch für Prognosen zuständig ist. Jongkyu Kim, CTO bei Haezoom: „Als der erste registrierte Aggregator in Südkorea wollen wir Virtuelle Kraftwerke mit Next Kraftwerkes NEMOCS und unserer Solar-Prognose-Technologie, die den koreanischen Satellit Chollian-2A nutzt, betreiben. Wir haben uns für Next Kraftwerkes NEMOCS entschieden, weil wir überzeugt sind, dass der Ansatz von Virtuellen Kraftwerken der vielversprechendste Weg ist, um dezentrale Anlagen in einem liberalisierten Markt einzubinden und wir vertrauen Next Kraftwerkes jahrelanger IT- und Energiemarkt-Erfahrung. Wir freuen uns bei diesem strategisch wichtigen Projekt sehr auf die Zusammenarbeit mit einem so innovativen Unternehmen, das die europäische Landschaft Virtueller Kraftwerke so stark beeinflusst hat.”


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Next Kraftwerke betreibt als digitaler Versorger eines der größten Virtuellen Kraftwerke in Europa. Im Next Pool sind rund 6400 dezentrale Stromerzeuger und -verbraucher über eine Plattform vernetzt und somit über das eigens entwickelte Leitsystem steuerbar. Mit einer vernetzten Erzeugungsleistung von mehr als 5400 Megawatt trägt Next Kraftwerke zum Ausgleich von Frequenzschwankungen im Netz bei. Zusätzlich optimiert das Kölner Unternehmen Stromproduktion und -verbrauch der vernetzten Kunden anhand von Preissignalen und handelt über den eigenen 24/7-Stromhandel deren Strom an verschiedenen europäischen Börsen (z.B. EPEX und EEX).