Direktvermarktung von Biomassestrom weiterhin mit hohen Zuwachszahlen


Biogasanlage Biomassestrom Zuwachs Blogbeitrag Seit Jahresbeginn konnte Next Kraftwerke das eigene Portfolio allein im Biomassebereich um über 100 MW vergrößern. Insbesondere acht regionale Energieverbünde von Biogasanlagenbetreibern zeichnen für diese Entwicklung verantwortlich.

Insgesamt vermarktet Next Kraftwerke somit mehr als 350 MW aus Biomasseanlagen über das Marktprämienmodell des EEG 2012 am Spotmarkt der EEX. Der Zuwachs im Portfolio von Next Kraftwerke resultiert zum einen aus dem allgemeinen Trend zur Direktvermarktung im Biomassesektor, zum anderen aus der Gründung von acht regionalen Energieverbünden, die von Ostfriesland über Ostthüringen und Franken bis hin nach Oberschwaben über ganz Deutschland verteilt sind und sich für Next Kraftwerke als Direktvermarkter entschieden haben. Dabei organisieren sich einzelne Biogasanlagenbetreiber in einem lockeren Zusammenschluss ohne Rechtsform, um gemeinsam die Stromvermarktung und die Integration in ein virtuelles Kraftwerk anzugehen. Durch diese Form der Kooperation, die teilweise auf langjährig bestehenden nachbarschaftlichen und kollegialen Verhältnissen basiert, treten die Betreiber geschlossen und ohne zwischengeschaltete Institutionen an Next Kraftwerke heran.

Ein weiterer Vorteil der regionalen Energieverbünde liegt in dem ständigen Wissens- und Erfahrungsaustausch in den Betreiberrunden, die geradezu als Inkubator für die Neuausrichtung der Biogasbranche hin zur verstärkten Markt- und Systemintegration dienen. Dies unterstreicht Rainer Weng, einer der Initiatoren des regionalen Energieverbundes im nördlichen Schwaben:

„Die direkte Kommunikation mit dem Direktvermarkter und Betreiber des virtuellen Kraftwerks ist äußerst nützlich, um schnell offene Fragen für die gesamte Gruppe zu klären. So können aber auch neue Möglichkeiten, etwa die bedarfsorientierte Fahrweise von Biogasanlagen mit Hilfe der Flexibilitätsprämie, schneller und mit größerer Absicherung umgesetzt werden.“
Christian Woelcke, Vertriebsleiter für Norddeutschland bei Next Kraftwerke, sieht in den regionalen Energieverbünden auch eine Arbeitserleichterung für den Direktvermarkter:

„Die meisten der direktvermarkteten Anlagen leisten durch die Bereitstellung von Regelenergie über unser virtuelles Kraftwerk auch einen Beitrag zur Netzstabilisierung und erwirtschaften dadurch abseits der Direktvermarktung im Marktprämienmodell weitere Erlöse. In der Gruppe ist das notwendige Präqualifikationsverfahren beim Netzbetreiber oft einfacher durchzuführen, da Informationen zentral weitergegeben werden. Man kann vieles an einem Tisch klären. Es hilft auch, dass viele Betreiber in einer Region oft mit denselben Wartungsfirmen zusammenarbeiten und wir so unsere Fernsteuereinheit schneller installieren können – die Kommunikationswege sind einfach kürzer.“

Während sich die ersten Energieverbünde, die mit Next Kraftwerke zusammenarbeiten, insbesondere in Norddeutschland gründeten, haben sich seit Jahresbeginn vermehrt neue Betreibergemeinschaften in Süd- und Ostdeutschland gebildet. Zukünftig wird Next Kraftwerke die bestehenden Energieverbünde weiter ausbauen, aber auch neue Vermarktungsgemeinschaften in neuen Regionen bilden.


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Next Kraftwerke betreibt als digitaler Versorger eines der größten Virtuellen Kraftwerke in Europa. Im Next Pool sind rund 6400 dezentrale Stromerzeuger und -verbraucher über eine Plattform vernetzt und somit über das eigens entwickelte Leitsystem steuerbar. Mit einer vernetzten Erzeugungsleistung von mehr als 5400 Megawatt trägt Next Kraftwerke zum Ausgleich von Frequenzschwankungen im Netz bei. Zusätzlich optimiert das Kölner Unternehmen Stromproduktion und -verbrauch der vernetzten Kunden anhand von Preissignalen und handelt über den eigenen 24/7-Stromhandel deren Strom an verschiedenen europäischen Börsen (z.B. EPEX und EEX).