Strom für Gewerbe und Industrie
Gewerbestrom
im Zeitzonentarif
Variabler Gewerbestrom
Regelenergie
(Demand Response)



Stromhandel
bei Next Kraftwerke
Individuallösungen



Häufig gestellte Fragen

Wieviel Leistung muss meine Photovoltaikanlage für eine Direktvermarktung mitbringen?

Die Leistung sollte mindestens 100 kWp betragen. Eine geringere Leistung ist in der Regel für Anlagenbetreiber und Vermarkter wenig lohnenswert.

Welche Produkte werden im Virtuellen Kraftwerk für Photovoltaikanlagen angeboten?

Wir bieten für alle Solaranlagen die Direktvermarktung im Marktprämienmodell an.

Speziell für Neuanlagen ab 100 kW bieten wir mit unseren SolarSpot-Tarifen eine schnelle und einfache Möglichkeit, die verpflichtende Direktvermarktung für Sie umzusetzen.

Worin liegt der Unterschied zwischen Neu- und Bestandsanlagen?

Ab dem 1. August 2014 in Betrieb genommene Photovoltaikanlagen werden als Neuanlagen bezeichnet. Die Managementprämie ist bei Neuanlagen bereits in der Marktprämie enthalten. Bestandsanlagen sind hingegen die bis zum 31. Juli 2014 ans Netz gegangenen Photovoltaikanlagen. Bestandsanlagen sind auch diejenigen, die bis zum 31. Januar 2014 ihre Zulassung erhalten und bis zum 31. Dezember 2014 den Betrieb aufgenommen haben. Hier besteht weiterhin das Marktprämienmodell mit separater Managementprämie.

Welche Fristen muss ich bei der Anmeldung zur Direktvermarktung beachten?

Betreiber von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie müssen mit Inkrafttreten des EEG 2017 am 1. Januar 2017 unbedingt die geänderten Fristen zur Mitteilung der An- und Ummeldung ihrer Anlagen in der Direktvermarktung einhalten. Gehen die Mitteilungen beim Netzbetreiber verspätet ein, droht der Verlust von Erlösen. Anders als bisher gewohnt müssen Anlagenbetreiber dem Netzbetreiber nun schon vor Beginn des jeweils vorangegangenen Kalendermonats mitteilen, wenn sie erstmals Strom im Marktprämienmodell direktvermarkten oder die Veräußerungsform wechseln. Dies bedeutet beispielsweise, dass eine im März 2017 geplante Neu-Inbetriebnahme bereits im Januar 2017 angemeldet werden muss. Geht die Mitteilung an den Netzbetreiber verspätet ein, verringert sich der anzulegende Wert auf den Monatsmarktwert (siehe §52 EEG 2017). Wie gewohnt übernimmt Next Kraftwerke die entsprechenden Erstzuordnungs- oder Wechsel-Mitteilungen an den Netzbetreiber. Aufgrund der neuen Gesetzeslage brauchen wir hierfür in Zukunft jedoch etwas mehr Vorlauf. Wir möchten unsere Kunden daher bitten, alle ab 01.01.2017 geplanten Projekte/Neu-Inbetriebnahmen mit Direktvermarktungspflicht (>100kWp), die von Next Kraftwerke direktvermarktet werden sollen, mit der genannten Vorlaufzeit (vor Beginn des jeweils vorangegangenen Kalendermonats) bei uns anzukündigen.

Meine Leistung liegt unter 800 kWp. Wie gehe ich vor?

Mit einer installierten Leistung unter 800 kWp (sowohl bei Bestands- als auch bei Neuanlagen) eröffnet Ihnen unser übersichtliches Online-Formular den Marktzugang. Unseren Online-Tarif bieten wir sowohl Volleinspeisern als auch Überschusseinspeisern an.

Meine Leistung liegt über 800 kWp. Wie gehe ich hier vor?

Mit einer installierten Leistung von mindestens 800 kWp (sowohl bei Bestands- als auch bei Neuanlagen) können Sie unter folgendem Link eine kostenlose Erlösberechnung anfordern: www.next-kraftwerke.de/meta/erloesrechner. Wir melden uns nach Auswertung der Daten bei Ihnen mit dem Ergebnis der Erlösberechnung und auf Wunsch mit einem Vermarktungsvertrag.

Was bedeutet die Direktvermarktung für den Betrieb meiner Photovoltaikanlage?

Physikalisch speisen Sie wie gewohnt den von Ihnen produzierten Strom in das Netz ein. Auch der Betrieb der PV-Anlage ist durch die Direktvermarktung nicht betroffen. Lediglich auf bilanzieller Seite ändert sich etwas: Der von Ihnen produzierte Solarstrom wird nicht mehr über den Bilanzkreis (das „Stromkonto“) der Übertragungsnetzbetreiber vermarktet wie in der fixen EEG-Einspeisevergütung, sondern über den Bilanzkreis von Next Kraftwerke. Damit übernimmt Next Kraftwerke auch die Verantwortung für möglichst exakte Erzeugungsprognosen und für die Nachjustierung über unseren kurzfristigen Stromhandel bei Prognoseabweichungen.

Wo wird der Strom meiner Anlage vermarktet?

Wir vermarkten den Großteil des Stroms, der in unserem Next Pool gebündelt ist, an der Strombörse EEX und ihrem Spotmarkt EPEX SPOT. Darüber hinaus beliefern wir mit dem Strom aus unserem Portfolio (>99% Erneuerbare Energien) auch unsere Gewerbe- und Industriekunden sowie Handelspartner über OTC-Geschäfte.

Muss ich den kompletten Strom aus der Anlage direktvermarkten oder kann ich auch einen Teil selbstverbrauchen?

Eigenverbrauch ist trotz Direktvermarktung möglich. In diesem Fall wird nur der überschüssige Strom, der nicht selber verbraucht wird, direktvermarktet (Überschusseinspeisung). Der selbstverbrauchte Strom muss jedoch über einen zusätzlichen Zählpunkt gemessen und an den Anschlussnetzbetreiber gemeldet werden.

Die Erlöse aus der Direktvermarktung ergeben sich dann aus dem tatsächlich eingespeisten Strom und den zu diesen Zeitpunkten erzielten Strompreisen an der Börse EPEX SPOT.

Ändert sich etwas am Zahlungsfluss für meinen PV-Strom bei einem Wechsel in die Direktvermarktung?

Ja. Anlagenbetreiber erhalten von uns die an der Strombörse erzielten Erlöse abzüglich unseres zuvor vertraglich festgelegten Anteils an der Managementprämie (bei Neuanlagen: abzüglich einer Vermarktungspauschale). Vom Netzbetreiber erhalten Betreiber die Marktprämie und – falls es sich um Bestandsanlagen handelt – die Managementprämie. Im Gegensatz zur fixen EEG-Einspeisevergütung erhalten Sie also Ihre Erlöse nicht mehr nur vom Netzbetreiber, sondern von Netzbetreiber und Direktvermarkter. Dabei garantieren wir Bestandsanlagenbetreibern die Höhe der vorherigen fixen EEG-Einspeisevergütung vertraglich.

Welchen Nutzen hat die Integration in den Next Pool?

Aus der Integration einer Photovoltaikanlage in unseren Next Pool ergeben sich Mehrerlöse für Sie als Betreiber (bei Bestandsanlagen gegenüber der fixen EEG-Einspeisevergütung) bzw. Sie erfüllen die gesetzliche Pflicht zur Direktvermarktung (bei Neuanlagen ab 100kWp seit 1. Januar 2016).

Volkswirtschaftlich gedacht, entsteht erst durch den Zusammenschluss vieler kleiner Erzeugungsanlagen ein verlässliches Grünstromnetz. Die Integration Ihrer Photovoltaikanlage in unser Virtuelles Kraftwerk macht es erst möglich, dass wir Ihre Stromproduktion so exakt wie möglich prognostizieren und bei Fehlprognosen über den kurzfristigen Börsenhandel gegensteuern können: Unsere Analysten prognostizieren die Einspeisemengen jeder einzelnen Anlage, unsere Stromhändler reagieren schnell auf Prognoseänderungen und unser Leitsystem gleicht Schwankungen Ihrer Produktion aus.

Welcher Aufwand und welche Kosten sind mit dem Anschluss der Fernsteuereinheit verbunden?

Seit dem 1. April 2015 gilt die verpflichtende Fernsteuerbarkeit für alle Anlagentypen in der Direktvermarktung. Wir stellen die Fernsteuerbarkeit für Photovoltaikanlagen vorzugsweise über Protokollschnittstellen her (z.B. über den Datenlogger des Wechselrichters). Da hierfür keine zusätzliche Hardware verbaut werden muss, liegen die Kosten zumeist im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich.

Sollte eine Anbindung über eine Protokollschnittstelle nicht möglich sein, kann die Photovoltaikanlage auch über unsere Next Box an das Virtuelle Kraftwerk angeschlossen werden, was etwas aufwändiger ist. Die Next Box wird dabei durch eine entsprechende Wartungsfirma an der Solaranlage angebracht. Die Koordination des Anschlusses der Fernsteuereinheit übernehmen wir für Sie. Für die Next Box sowie deren Installation fallen Kosten an, die variieren, im Allgemeinen aber im mittleren vierstelligen Bereich liegen.

Über die Bereitstellung der Fernwirktechnik fallen für Sie keine weiteren Kosten an.

Welche Sicherheitsvorkehrungen existieren für die Anbindung via Next Box?

Die Next Box ist als Fernwirkeinheit für den Regelenergiemarkt zugelassen, der Schwankungen im deutschen Stromnetz ausgleicht. Daher muss sie, wie alle Komponenten für diese hochkritische Infrastruktur, nach den technischen Bestimmungen der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) aufgebaut sein. Diese Bestimmungen wurden gemeinsam mit dem TÜV entwickelt und sind auch mit den Anforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) konform. Zum Sicherheitskonzept gehört, dass die Kommunikation mit der Next Box nicht über das öffentliche Internet oder das Telefonnetz, sondern über einen eigenen Zugangspunkt zum Mobilfunknetz (APN) angebunden ist. Über diesen APN werden die Daten in einer getunnelten VPN-Verbindung mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ins Virtuelle Kraftwerk übertragen. Um eine unterbrechungsfreie Betriebssicherheit zu gewährleisten, ist die gesamte Infrastruktur des Virtuellen Kraftwerks zudem redundant ausgelegt.

Was muss ich tun, wenn meine Solaranlage nicht zur Verfügung steht?

Sollte die Anlage aufgrund von Wartungsarbeiten, eines Defekts oder Ähnlichem einmal nicht zur Verfügung stehen, so müssen Sie dies uns umgehend mitteilen. Dafür steht unser Kundenportal Mein Kraftwerk zur Verfügung.

Warum wird die Direktvermarktung von Erneuerbaren Energien momentan vom Gesetzgeber favorisiert?

Die Marktintegration der Erneuerbaren Energien steht an vorderster Stelle. Wenn die EEG-Einspeisevergütung eingestellt wird, bleibt der Strommarkt das einzige Marktmedium für den Grünstrom. Deswegen sollen die Anlagenbetreiber frühzeitig mit diesem Verfahren vertraut gemacht werden. Darüber hinaus führt die Direktvermarktung zu verbesserten Einspeiseprognosen und einer verbesserten Kommunikation zwischen Anlagenbetreiber und Strommarkt. Dieser Umstand entlastet das Stromsystem im Allgemeinen und auch die Übertragungsnetzbetreiber im Besonderen, da sie den produzierten Strom aus Erneuerbaren Energien nicht mehr über ihren Bilanzkreis vermarkten müssen und dank verbesserter Prognosen weniger Ungleichgewichte im Stromsystem entstehen.