Industrie

Die Energiewende stellt auch die verarbeitende Industrie auf den Kopf, wie man häufig hört. Doch sie ist vor allem eine Chance, die eigene Strombeschaffung zu flexibilisieren und eigene Potentiale zur Netzstabilisierung über ein virtuelles Kraftwerk in bare Münze umzuwandeln.

Vermarktung von abschaltbaren Lasten

Stromintensive Prozesse in der Industrie können durch das Potential kurzfristiger Deaktivierung oder Aktivierung im Demand Side Management zusätzliche Erlöse erzielen. Während dies bisher vor allem über den Regelenergiemarkt geschah, hat die Bundesregierung im November 2012 mit der Abschaltverordnung einen zusätzlichen Anreiz zur Vermarktung von abschaltbaren Lasten geschaffen.
Next Kraftwerke bietet Ihnen als Spezialist für Regeltechnik den Zugang zu diesem neuen Erlöspotential – egal, ob Sie mit dem Demand Side Management Ihrer Anlagen am Regelenergiemarkt teilnehmen oder die Chancen der Abschaltverordnung ergreifen möchten.

Wir unterstützen Sie im gesamten Prozess der Präqualifikation Ihrer Anlagen für die Teilnahme am Regelenergiemarkt und an der Ausschreibungsplattform der Abschaltverordnung. Im Zuge der Präqualifikation wird Ihr Industrieprozess mit anderen Industrieprozessen und Anlagen im virtuellen Kraftwerk “Next-Pool” vernetzt und an ein zentrales Leit- und Steuersystem angeschlossen. Aus unserer Leitwarte können wir auf Signale des Regelenergiemarkts oder aus der Abschaltverordnung reagieren und die Stromnachfrage Ihres Unternehmens über Lastmanagement kurzfristig senken oder steigern – Stichwort “abschaltbare Lasten“.

Anschluss von Industrieprozessen an den Regelenergiemarkt per Lastmanagement

Nach Installation der Next-Box für den Fernzugriff ist die Anlage an den Regelenergiemarkt und die Ausschreibungsplattform der Ab-
schaltverordnung angeschlossen.

Bereitstellung der Deaktivierung von Industrieprozessen im Lastmanagement

Allein für die Bereitstellung der Anlage erhalten Sie eine Bereitschaftsvergütung (Leistungspreis). Auf die Produktion wirkt sich dies nicht aus.

Drosselung der Stromnachfrage im Demand Side Management

Bei Unterspeisung der Stromnetze wird Ihre Stromnachfrage gedrosselt. Sie erhalten zusätzlich zum Leistungspreis einen Arbeitspreis.

Dabei verdienen Sie doppelt: Allein durch die Bereitstellung dieser Flexibilität erhalten Sie eine Bereitschaftsgebühr. Bei einer tatsächlichen Deaktivierung bekommen Sie Ihren Produktionsausfall zusätzlich über den Arbeitspreis bezahlt.

Strombeschaffung durch kurzfristiger Stromhandel

Doch auch, wenn Ihr Industrieprozess nicht über abschaltbare Lasten verfügt, können Sie über eine Flexibilisierung der Strombeschaffung und ein damit verbundenes dynamisches Bilanzkreismanagement einen Teil Ihrer Stromkosten einsparen. Denn durch den kurzfristigen Handel von benötigten Strommengen am Day-Ahead- und Intraday-Markt der Spotbörse lässt sich der eigene Bilanzkreis glatt stellen – wodurch die Kosten bei der Strombeschaffung sinken. Unsere strategische Betrachtung des Stromeinkaufs für Industrieprozesse berücksichtigt sowohl unvorhergesehene Schwankungen des Strombedarfs als auch die langfristige Optimierung anhand von starren Parametern wie etwa die An- und Abfahrtsdauer einzelner Produktionsprozesse. Anschließend setzen wir als lizensierter Stromhändler an der Spotbörse der EEX die nötigen Schritte zur Minimierung der Beschaffungskosten täglich um.

Optimierung der Strombeschaffung durch kurzfristigen Handel von Strom

Durch einen aktiven und kurzfristigen Intraday-Stromhandel werden Stromverkauf und Stromeinkauf besser in Übereinstimmung gebracht.

Sie sind an der Integration Ihres Industrieprozesses in unser virtuelles Kraftwerk oder an der Optimierung der Strombeschaffung für Ihr Unternehmen interessiert? Fordern Sie jetzt unverbindlich eine Erlösberechnung an.